Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
570
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li. Tlieil. VI. Capitel.

Ö70

Anziehung der Pole chemische Vertheilungen oderZerlegungen der gelösten Mischungen statt, denender vorhin berührten Beobachtung ähnlich; und nachDavy (a. a. O.) werden die Bestandteile an die ent-gegengesetzten Pole so übergeführt, dafs während desUeberführens selbst die chemische Anziehung zu ent-gegengesetzten , damit in Berührung kommenden che-mischen Stoffen, der Polanziehung nicht entgegen zuwirken vermag. Vergl. auch Hisingeb-S und J. Ber-zelius Vers, in Gehrens N. A. Journ. d. Chem. I.11G. ff. Winterl legt diesen und ähnlichen Phä-nomenen eine andre abweichende Erklärung unter;Vergl. meine Materialien und Beiträge I. 116. ff.Nach W. enthalten nämlich alle organische Körpermehrere chemische Stoffe, in einem mehr oder weniger chemisch unwirksamen Zustande, den er ab-gestumpft nennt, und daher von abgestumpf-ten Säuren und Alkalien etc. spricht; auf ähnlicheWeise, jedoch aus anderen Ursachen abgestumpft exi-stiren nach ihm dieselben Stoffe auch, in ihren Ver-bindungen zu Salzen, besonders wenn diese voll-kommen neutral sind; werden hingegen wiederumchemisch unwirksam (begeistet), wenn sie mitden ihnen entsprechenden Electricitäten, die Säurenmit + E, die Alkalien (Erden und zum Theit auchdie unvollkommenen Metalloxyde) mit E, jedefür sich verbunden werden. In obigen Versuchenwird daher nach W. am Zinkpol die Säure, amSilberpol das Alkali begeistet, und am erstenbleibt abgestumpftes Alkali, an lezteren abgestumpfte(nicht reagirende) Säure im Wasser 'gelöst. Wirddagegen eine chemisch wirksame Base, (so nenntW. das gegen Säuren reagirende) z B. ein gelösLes