Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
559
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Von dem Galvanismus.

wenigstens in der Electricilät seines Pols, die be-stimmte Bedingung zur Entwickelung finde ; der Sauer-stoff am Zinkpol, der Wasserstoff am Silberpol. Ueberdie Ein würfe gegen die Einfachheit des Wassersmündlich. Als Ermann eine mehrere Schuh langeWasserschicht den beiden Polen der Säule aussetzte,erschien dennoch an jedem der Pole Gas; Eis stattdes Wassers angewendet, verhielt sich hier wie beider gewöhnlichen Electricilät isolirend, es kam mit-hin auch nicht zur Gaserzeugung, eben so wenig be-merkte E. ein früheres Schmelzen des Eises, wennes dem einen oder anderen Pole ausgesetzt wurde.Gilberts Ann. XI. 166. Schmilzt man bei obi-gem Gaserzeugungsversuche die Mündungen der Glas-röhren an dem Golddrathe zu; so erfolgt nach Simon(a. a. O. X. 297.) nur anfänglich Gasentbindung,nachher hemmt der Druck der in der Röhre enthal-tenen Fluida alle weitere Gassation. Die Summedes Gewichts beider erzeugten Gase, ist übrigens(nach S. a. a. O. 282.) stets der Summe des als tropf-bares Wasser verschwundenen Wassers gleich. Erleich-tert wird die Gasentwickelung, wenn man währendder Einwirkung der Pole das Wasser schüttelt; undRitter will bemerkt haben, dafs so eine grössereMenge von Gasen gewannen werde.

9) Wie wir bereits oben (S. 455.) bemerkten, istdie Erregung jener Gase aus dem Wasser, auch mit-telst der Electrisirmaschine möglich, und zwar (nachRitter in Voigts Magaz. IX. 158. ff.) am besten,wenn man eine gerade Glasröhre , von 4 Pariser ZollLänge und drei Linien Weite , mit reinem Wasserfüllt, und das eine Ende derselben mit einem Zink-drathe, das andere mit einem Platindratlie versieht.