Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
536
Einzelbild herunterladen
 

II. T11eil. VI. Capitel.

57>0

XXIII. 5,) zusammengesetzten Säulen aus Zink, Ku-pfer und warmen Feuerstein, oder statt des lezterenGoldpapier. (Wurde das Goldpapier mit Salzwassergetränkt und wieder getrocknet, so sollen die damitgebauten Säulen so stark gewirkt haben, als eineSäule aus eben so viel Plattenpaaren und Wasser.)Und endlich auch die von Hatciiett und Desormesdargestellten Säulen, wo Wachstuch, Papier, Leder etc.(Stoffe die mehr oder minder hygrosco pi sch wir-ken ) die Stelle des Wassers vertrat; vergl. Inteil. RI.der A. L. Z. 1802. N. 168. Ritter ebend. N. igg.Ermann in Gilberts Annal. XXV. 7.

5) Flüssige Leiter welche die Metalle stark angrei-fen , werden aus diesem Grunde nur selten und nurbei kleinen Säulen angewendet, weil sie durch denzu starken Angriff gegen die Metalle, diese in kurzerZeit ihres rein metallischen Zustandes berauben , undso zur fernem Procefseingreifung unwirksam machen. Hat bei einer mit Salmiaklüsung errichteten Säule(deren Wirkung man dadurch verlängern kann, dafsman die Zahl der mit der Lösung genäfsten Tuch-oder Pappscheiben bis auf einen gewissen Punct z. B.810 vermehrt) die Action schon aufgehört, so kannman auf eine kurze Zeit dieselbe wieder wirksammachen, wenn man sie schnell auseinander nimmtund umbaut, so dals die ehemalige Kupferseite zurZinkseite wird; weil dann aufs neue Fortsetzung derchemischen Einwirkung durch Zerlegung des vorherentstandenen salzsauren Zinks möglich wird.

6) Um den flüssigen I.eiter schichtweise zu halten,dienen gewöhnlich Tuch-, Leder- oder Filz- am be-sten Pappscheiben, die zuvor damit getränkt undmässig stark ausgedrückt wurden. Nach Lüdicke