Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
516
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11. TlieiJ.

Vi. Capitei.

gung vermindert, im zweiten vermehrt. Audi ver-suchte es R. zu beweisen, dufs sich in dem lebendentliierischen Körper stets eine geschlossene Kette l'irideiaus Muskelfaser, Nervensubstanz und Flüssigkeit be-stehend, wodurch eine fortdauernd galvanische Wir-kung in demselben Statt finde. (Vergl. dessen Be-weis , dafs ein beständiger Galvanismus den Lebens-procefs in dem Thier reiche begleite. Weim. 1799).Dessen Beitr. II. St. 3 u. 4. und dessen Schrei-ben an van Mons etc. N. A. Journ, d. Cliem. VI.S. 141 u. 153.

5! Ein thierisches Organ mit unter sich heteroge-nen Excitatoren des Galvanismus in Berührung setzen,heilst dasselbe bewaffnen (armiren). Gewöhnlicharmirt man den Nerven durch eine Zink platte, undbringt dann zur Schliessung der Kette, einen gebo-genen, an den Enden stumpfen und nbgeglätletenDrath eines anderen Metalls (leitender Bogen ge-nannt), mit seinem einen Ende an die Zinkplatte,mit dem anderen an den Nerven oder dessen Mus-kel. Muskeln, welche nicht mehr zucken, wennman mit dem Silberbügcl erst das den Nerven armi-rende Zink, dann den Muskel berührt, zucken öf-ters noch, wenn man den Bügel erst an den Mus-kel und dann ans Zink legt. Auch kann man nachAciiard , das eine Ende des leitenden Bogens miteiner breitgedrückten Kugel versehen, um so deinMuskel eine grössere Berührungsfläche entgegen zubringen. Die Zuckung des Muskels erfolgt bei derSchliessung , und hatte der silberne Bogen ebenfallsden Nerven berührt, so zuckt dennoch der nicht vonMetallen unmittelbar berührte Muskel des Nerven.Hingegen erfolgen in einem Muskel keine Zuckun-