Von dem Galvanismus.
5oj
telst einer genäfsten Fliefspapierbriicke, demMaasenach, eben soviel destillirtes Wasser genau darauf,und senke nun einen schmalen einfachen Sta-niolstreifen behutsam so durch das Wasser,dafs er in die untere dichtere Flüssigkeit hinab-reicht, ohne beide Flüssigkeiten zu vermischen;nach kurzer Zeit bemerkt man, dafs in demsel-ben Maase, wie der in die Zinnauflösung herabreichende Theil des Zinnstreifens zerfressen (oxy-dirt) und aufgelöst wird, sich an der Grenzebeider Flüssigkeiten, also dort wo sich einemehr oder minder verdünnte Auflösung vor-findet, ein Theil des zuvor aufgelöst gewesenenZinnes metallisch niederschlägt, und eineglänzende, theils kleinblättrige theils nadelfÖr-mige Metallvegetation darstellt, die sich nachoben zu so weit fortbildet, als das Wasser nochmit Zinnauflösungstheilchen geschwängert ist.War die Zinnauflösung zu diesem Versuche voll-kommen gesättigt, so geschieht die Reductiondes Zinns in ihr selbst, und die Oxydation deshineingetauchten Streifens in der verdünnterenSchicht; und wählte man Zinnauflösung vonvöllig gleicher Dichtigkeit ohne Zusatz einerzweiten leitenden Flüssigkeit (Wasser) so erfolgtgar keine Reduction. Statt des hinein gehängtenMetallstreifens kann auch Reisblei, Kohle etc.mit ähnlichem Fafolge gewählt werden. Silber*