II. Theii. VI. Capitel.
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Ritter im Journ. für Chem. u. Pliys. I. Bd. S. 399
u. s. f.
5) Auch gehören bieher die von Jäger angestelltenVersuche, über die Veränderungen, welche verschie-dene Pigmente dadurch erleiden, dafs sie im mitWasser verbundenen Zustande mit einem Metalle,vorzüglich mit dem Zinke in Berührung gesetztwerden. Es sind diese Veränderungen denjenigenähnlich, welche dieselben Pigmente durch freie Al-kalien oder durch freie Säuren erleiden, und in mehr-facher Hinsicht merkwürdig. Legt man nämlich aufeine Zinkplatte ein genäfstes L akm us papier , undüber dieses ein genäfstes Curcumapapier, undtrennt beide, um das Zusammenfliessen der Farbenzu verhüten, durch einen zwischengelegten genäfstenweissen Papierstreifen: so bemerkt man an dem Lak-muspapier rundliche, mehr oder minder ästige an-einandergereihte rötbliche Figuren, die von einemblauen Grunde umflossen sind ; es entsprechen diesegerötheten (d. i. von einer Schwängerung mit Säurezeugenden) Stellen, vollkommen den gelbgebliebenenStellen des Curcumapapiers , und denen unter beidenbefindlichen oxydirten Stellen des Zinks. Unterdem blauen Grunde des Lakmuspapiers hingegen,findet man den Zink glatt und nicht oxydirt, selt-ner etwas gefärbt angelaufen, und über dem Lak-muspapier das Curcumapapier an denen dem blauenGrunde entsprechenden Stellen röthlichbraün gefärbt(d. h. von einer Schwängerung mit Alkali zeugend).Rhabarberpapier zeigt diese Veränderungen noch schnel-ler. Ritter schliefst aus diesen Versuchen auf eineverschiedene Ladung des Zinks; so dafs sich an ein-zelnen Stellen Hydrogenpole und an anderen Oxygen-,