Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
502
Einzelbild herunterladen
 

II. Theii. VI. Capitel.

fiO2

Ritter im Journ. für Chem. u. Pliys. I. Bd. S. 399

u. s. f.

5) Auch gehören bieher die von Jäger angestelltenVersuche, über die Veränderungen, welche verschie-dene Pigmente dadurch erleiden, dafs sie im mitWasser verbundenen Zustande mit einem Metalle,vorzüglich mit dem Zinke in Berührung gesetztwerden. Es sind diese Veränderungen denjenigenähnlich, welche dieselben Pigmente durch freie Al-kalien oder durch freie Säuren erleiden, und in mehr-facher Hinsicht merkwürdig. Legt man nämlich aufeine Zinkplatte ein genäfstes L akm us papier , undüber dieses ein genäfstes Curcumapapier, undtrennt beide, um das Zusammenfliessen der Farbenzu verhüten, durch einen zwischengelegten genäfstenweissen Papierstreifen: so bemerkt man an dem Lak-muspapier rundliche, mehr oder minder ästige an-einandergereihte rötbliche Figuren, die von einemblauen Grunde umflossen sind ; es entsprechen diesegerötheten (d. i. von einer Schwängerung mit Säurezeugenden) Stellen, vollkommen den gelbgebliebenenStellen des Curcumapapiers , und denen unter beidenbefindlichen oxydirten Stellen des Zinks. Unterdem blauen Grunde des Lakmuspapiers hingegen,findet man den Zink glatt und nicht oxydirt, selt-ner etwas gefärbt angelaufen, und über dem Lak-muspapier das Curcumapapier an denen dem blauenGrunde entsprechenden Stellen röthlichbraün gefärbt(d. h. von einer Schwängerung mit Alkali zeugend).Rhabarberpapier zeigt diese Veränderungen noch schnel-ler. Ritter schliefst aus diesen Versuchen auf eineverschiedene Ladung des Zinks; so dafs sich an ein-zelnen Stellen Hydrogenpole und an anderen Oxygen-,