Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
488
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IT* Theil. VI. Capitel.

4) Die sogenannte Wasser Zersetzung in dergalvan. Kette, wurde bereits 174Ö von Aschbeobachtet, und späterhin vorzüglich durch Piitterbestä'igt. Er bemerkte dabei, dals die Befeuchtungdes Zinksilberpaars mit Wasser nicht an dein ge-meinschaftlichen Beriilirungspuncte der Metalle zugediehen brauche, sondern, dafs man nur nöthighabe, sie an einem davon entfernten Orte zu verbin-den : um eine so starke Oxydation des Zinks zubewirken, dafs das Wasser von dem erzeugten ( weis-sen) Zinkoxyde milchig werde. .Wärme begün-stigte die Oxydation, und diese dauerte solangefort, als die Kette verschlossen war. Auch verdampftedas Wasser bei geschlossenen Ketten weit starker, alsbei geöffneten. Berührten sich Zink und Silber beizwischen liegender Wasserschicht nicht unmittelbar,sondern waren sie durch zwischen liegende Papier-streifen getrennt, so war die Oxydation des Zinkskaum merklich, selbst in weit längerer Zeit.

5) Alle galv. Ketten lassen sich, ausser den bereitsbemerkten Verschiedenheiten, in Ketten mit und inKetten ohne Zwischenraum unterscheiden. Dielezteren sind bei übrigens gleichen Umständen, diewirksameren; und zu ihnen gehört die obige des Ver-suchs. Aber auch diese Art von Ketten zeigt wenigoder gar keine Wirksamkeit , wenn der flüssige Lei-ter mit einem der festen keinen chemischen Procefs,namentlich keine oder nur höchst geringe Oxydationeinzuleiten vermag. So ist z. B. eine Kette aus Gold,Silber und Salzsäure unwirksam, eben so eine ausPlatin, Gold und Salpetersäure ; die erstere wird hin-gegen sogleich thälig, wenn man statt der Salzsäure:Salpetersäure (als ein das Silber auflösendes Flui-