Zwei und fünfzigste-? Capitel.
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rieth dle Schlacht ab, Herzog Bernhard hingegen stimmte dafür;der König selbst war des Letzter» Meinung. „Es ist am besten,"sagte er, „sich ganz rein zu waschen, wenn man nun doch einmalins Bad hinein gerathen ist. Im Kriege ist es zudem der günstigeAugenblick, welcher Alles entscheidet."
Es ward also ausgemacht, dasi man den Feind angreifensolle, und das schon ein wenig vor Tagesanbruch, damit derentscheidende Kampf vorbei wäre, ehe Pappenheim znm Beistandeherbeigekommen. In Folge dieses Beschlusses wurden Befehle überdie Aufstellung des Heeres, und zugleich der alte siegreiche Feld-ruf: „Gott mit uns!" ertheilt. Hierauf baten die Kriegsobcrstenden König, daß er nun ein wenig ruhen möchte. „Wie könnteich es mir bequem machen," antwortete er, „da ich rund ummich her so viele Andre der Bequemlichkeit entbehren sehe!" Erbrachte die Nacht in einem alten Wagen mit Kniephansen undHerzog Bernhard zusammen zu.
Gegen den Morgen ward das Heer nach denselben Grund-sätzen, wie früher bei Vreitenfeld, geordnet. Auf dem rechtenFlügel stand in der ersten Linie die schwedische Reiterei, nehmlicham äußersten Ende Stälhandsre mit den Finnländern, darauf Soopmit den Westgothcn, Sack mit den Süderniannländcrn, weiter dieUppländer, die Ostgothen, und, der Mitte am nächsten, Stenbockmit den Smäländern; dieser Flügel sollte vom Könige selbst an-geführt werden. Die Mitte bildete: zuerst die schwedische, danndie gelbe, die blaue und die grüne Brigade, alle unter NilsVrahc's Befehl; der linke Flügel bestand aus der deutschen Reitereiunter Herzog Bernhard. Die zweite Linie, beinah nur aus deut-schen Truppen bestehend, war aus dieselbe Weise geordnet, undward von Knicphausen angeführt. Sechs und zwanzig größereKanonen wurden vor die Mitte gestellt, zwanzig vor jeden Flügel,und außerdem noch eine Menge kleinere Feldstücke benutzt. TaSganze Heer machte ungefähr 20,000 Mann aus.
Die Nacht war ungewöhnlich finster, und die späte Morgen-dämmerung ward durch einen dicken Nebel noch mehr verzögert.ES war ganz unmöglich, unter diesen Umständen schon an denKamps zu denken, und mit Verdruß sah sich der König gezwungen,den Angriff wieder aufzuschieben, und das bis zum Anbräche desTages. Unterdessen ritt er aus, um nachzusehen, ob Alles in