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Th. 2 (1843)
Entstehung
Seite
18
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18 Sechstes Capitel.

Entfernung von sechzehn Meilen. Aber Monron verlor denMuth nicht! Er wußte zufälligerweise, daß der Befehlshaber imSchlosse zu Nügenwalde, ein Ponunerauer, den Schweden heimlich ^

gewogen war, obgleich er den Schein des Gegentheils angenommenhatte, aus Furcht vor den umherschwärmcnden Feinden. Monronsandte ihm daher ins Geheim einen Boten mit der Bitte: „ihnbei einbrechender Nacht durch ein Hinterthor heimlich in die Stadt M

zu lassen, so übernehme er, Monron, es, dieselbe jetzt von denFeinden zu reinigen, und sie auch künftig vor den kaiserlichen KW

Soldaten zu schützen. Der Herzog von Pommern würde, in M,

Berücksichtigung des mit Gustaf Adolf cingcgangnen Bündnisses,gewiß einen solchen Schritt nicht mißbilligen." — Der Befehls- Uz«

Haber nahm den Vorschlag an. In der Nacht schlichen sich die z«!

Schotten in die Stadt und jagten gleich nachher die Kaiserlichen M

hinaus. Monron verbesserte die Festungswerke der Stadt undvertheidigte sie männlich gegen die Feinde, welche, auf die Nach-richt von der schiffbrüchigen Gesellschaft, in der Hoffnung dahin ^

geeilt waren sie zu plündern. Einige Tage später kamen auf dieselbe ^

Weise und an derselben Stelle 400 Deutsche, welche ebenfalls von ^

Monron aufgenommen wurden. Gleich nachher langte auch auf ^

dem Landwege aus Preußen der Oberst Hepburn mit dem grünen ^

Negimeute an, so daß auf diese Weise in kurzer Zeit eine an-sehnliche Macht in Nügenwalde versammelt war. Als man Gustaf ^

Adolf Monron's ungewöhnliches Abcntheuer berichtete, brach er mit ^

lebhafter Gemüthsbewegung in die Worte aus: „ Man kann doch ^

wohl mit allem Grunde einen glücklichen Fortgang hoffen, wennder Himmel durch so merkwürdige, ja beinah wunderbare Begeben-heiten seinen Beifall zu erkennen gibt!" ^

Sechstes Capitel.

Gefechte in Hinter-Pommern. ^

Die in Nügenwalde auf solche Weise versammelten Schwedenreinigten Hinter-Pommern von den kaiserlichen Truppen, undbald war Colberg die einzige Stadt, welche die letzter» in dortigerGegend innc hatten. Aber schon damals sah man diese Stadt,wie auch seither, für eine der stärksten im ganzen deutschen Reiche ^i«

an, woher Conti sich ihre Beibehaltung sehr angelegen sein ließ- ^

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