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Th. 2 (1843)
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14
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14 Viertes Capitel.

sie an außergewöhnlichen Kriegssteuern nahe an 147,000 Reichs-thaler erlegt hatte.

Es war nach Stettins Uebergaug, daß der Kaiser Tilly unddieser seine Unterbefehlshaber aufloderte, von jetzt an nicht diegeringste Schonung mehr gegen das zu den Schweden übergc-gangne Pommern zu beweisen. Einem solchen Befehle gehorchtendiese Truppen nur zu gerne! Ganz Pommern, soweit nehmlichdie kaiserliche Macht sich erstreckte, ward auf die unbarmherzigsteWeise behandelt. Pascwalks Schicksal war aber doch das traurigstevon allen, und verdient angeführt zu werden, als ein Beweisvon dem Charakter, welchen der 30jährige Krieg schon damals hatte.

Nach der von Tilly erhaltnen Auffoderung theilten die kaiser-lichen Obersten, wie bei einer Verlosung, die pommerschen Städteunter sich! Ein jeder von ihnen sollte seinen Theil davon zumPlündern haben; Pasewalk fiel dem Obersten Hans Götz zu.Tiefer verlangte von den Einwohnern 18,000 Neichsthaler alsBrandschatzung. Diese schafften einen Theil davon herbei, erklärtenaber, daß sie durchaus außer Stande wären, die ganze Summezu erlege»; und die allgemeine Noth und Armuth bewies mehrals hinlänglich die Wahrheit ihrer Worte. Aber Götz blieb uner-bittlich. Den 31. Juli sandte er einige Truppen hin, welche denBürgermeister und siebzehn andre der vornehmsten Einwohner fest-nahmen, und sie nach Gartz ins Lager brachten. Mit schwerenEisenketten belastet, ließ man sie dort, unter freiem Himmel,Nacht und Tag, in Regen und Sturm und Schmutz, hungerigstehen, den Gewaltthätigkeiten wie dem Spott der Soldaten aus-gesetzt. In Pasewalk war ein Haufen Reiter und Fußsoldatenzurückgelassen worden, welche auf die gewohnte Weise die Bürgerzwingen sollten, den rückständigen Theil der Kriegsstcuer zu be-zahlen. Die Einwohner suchten , in der höchsten Noth, die erheischteSumme herbeizuschaffen, wenn auch nicht in baarem Gelde, dennsolches war nicht mehr vorhanden, so doch in allerhand Waaren.Sie entblößten ihre Häuser von Allem, in der Hoffnung, daß,wenn auch nichts Andres, doch gewiß voUkommne Armuth, sieselbst und ihre gefangenen Mitbrüder von den gräulichen Verfol-gungen befreien würde. So rüsteten sie eine Menge Wagen aus,belastet mit Mehl, Butter, Käse, Speck, Getränken, Metallsachenund Hausgeräth, letzte Ueberreste des Vermögens der einst so