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6 (1837) Gott in der Natur
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Gegenden der Erde, verleben da bei weitem den größten Theil ^ ^

ihres Lebens, und kehren doch am Ende immer wieder zur ^

Heimath zurück, der sie lange entwöhnt worden sind. Der

Alpcnbewohner, im rauhen, einsamen Felsenthale erzogen,

wird in den üppigsten Fluren, in den freundlichsten Städten, A,^

Ln den schönsten Palästen, mitten im Schoose des Ueberflusses

vom Heimweh überfallen. Er kann die Fremde nicht lieben; sie

bleibt seinem ganzen Gemüthe fremd. Sein dürftiges Felsen-

findet es, arbeitet, sammelt, und hat er genug gesammelt, MMn

kehrt er in sein dürftiges Felsenthal zurück. Der gewerbsame ^ ^ ^

Stadtbewohner verläßt aus Liebe zu größerm Reichthum die 'Heimath, überschifft Meere, siedelt sich in paradiesischen Land- ^ ^schäften an, treibt daselbst den größten Theil seiner Tage unter ^^

Geschäften des Handels hin, endlich kehrt er, reicher an Geld, ^nicht an Freuden, in das Städtchen seiner Heimath zurück, M , lwo seinem Herzen allein die Freude recht erquickend ist. Es ^

sind aus den wüsten, unwirthlichen Schneefeldern des ent- »Miii;

legensten Nordens junge Leute in die angenehmsten Gegendenund Städte unsers milden Himmelsstrichs geführt worden, umsie zu bilden, zu unterrichten. Es sind Reisende^ aus den heißen kHHuM

Ländern zu uns gekommen, wo sie statt der Sandwüste blü- UW«

hende, grüne Auen, statt der reißenden Thiere, statt der ent-setzlichen Schlangen zahme, freundliche Heerden fanden, statt WniPkinder Armuth vielfältigen Genuß, den Natur und Kunst gewähren. ThiWfAber nach mehrjährigem Wohnen unter uns kehrte der Nord-länder recht freudig und sehnsuchtvoll zu seinem Eislande zurück, auf U ^

wo kaum noch ein Baum grünen mag unter dem ewigen Froste, ^

und der Südländer suchte wieder die von der Sonnengluth ver« ^ ^

sengte Heimath auf.

Oder wer von uns möchte seine Weltgegend auf immergegen die Einsamkeit der kalten Polarländer vertauschen, wo

thal ist zu arm, es kann ihn nicht ernähren; er muß es verlassen,um sein Brod in entfernten Gegenden zu suchen. Er sucht und

über schwarze Felder der ewige Winter sein Leichentuch aus-breitet; wo eine halbjährige Nacht mit einem eben so langen Tage