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6 (1837) Gott in der Natur
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49.

Die Heimathliebe der Völker.

Psalm Sk/ 5.

Au« heißer Wüste PalmenWölbst Du ein Schattenzclt:

Dem Wurm baust Du, in Halme«/

Voll RcichthumS eine Welt.

Der Adler schwebt in Lüften /

Auf Fittigen des Sturms:

ES freut stch in den KlüftenDa- Wild des stillen Schirms.

Mit wundervollem BandeKnüpfst Du den Menschen festAn seiner Hehnath Lande/

Daß er ste nie verläßt.

Es mag kein Pünktchen gebenIm Weltall weit und breit/

Wo nicht ein frohes LebenSich Deiner Güte freut.

Oftmals, wenn mich ein Unfall betrifft, wenn mich eine süße,falsche Hoffnung betrügt, wenn mich eine Unvorsichtigkeit inVerlegenheit stürzt, oder wenn mich eine innige Schwermuthin den Erinnerungen um verlornes Geliebtes durchzitlert, ödeswenn mich Furcht oder Verzagen wegen der Zukunft überfällt,dann denke ich: warum kann ich doch nicht froh sein? wie sinddoch Andere weit glücklicher, als ich!

Und es kommen auch wieder Stunden, in welchen ich dieganze Annehmlichkeit meiner Lage lebhafter als sonst empfinde;Stunden, in denen ich mich meiner Freunde und Geliebten,meines Standes, meiner Stellung im Leben freue; Stunden, inwelchen ich mir den ganzen Umfang dessen, was mich zufriedenmachen kann, klarer vorstelle und vergegenwärtige; Stunden,in denen ich mit den Gepriesensten der Menschenkinder nichttauschen möchte. Dann denke ich: Wer ist im Grunde glücklicherals ich? Selbst kleine Unannehmlichkeiten verschönern nur dasBild meines Lebens; sie sind nur die das Licht erhebendenSchatten des Gemäldes.