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6 (1837) Gott in der Natur
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Wie? ist nicht jeder Tag ein Weltuntergang? Sehe ich nichtalle Tage, wie sich das, was ist, verwandelt; wie das Alteeinstürzt, das Verblühte hinmodert? Und immer neues Lebennimmt neue Gestalten, und über dem Schutt erheben sich neueWohnungen, über dem Moder gewelkter Pflanzen steigen mitder wiederkehrenden Sonne neue Blumen empor!

Hinweg, o eitler Stolz auf den vergänglichen Ruhm irdischerHerrlichkeit! Wer weiß von mir noch nach Jahrtausenden, obich war, und was ich gethan? Meine Seele soll nicht amIrdischen hängen, sondern an dem, was ewig bleibt!

An Dir, an Dir, Weltvater, Urgeist der Dinge, Lichtdes Lichts, Allmächtiger, allliebcnder Herrscher der geistigenWelt, Vate'-, mein Vater! Ich will vergessen des irdischenRuhms, wenn ich nur vor Dir, dem Ewigbleibenden, gelte.Ich will vergessen ob mich Reichthum umringt was habe ichvon diesem Staube? Nur wie mein Geist sich veredelt durch. Deine Lehren, o mein himmlischer Lehrer, Jesus, so bleibeich; nur dies ist mein ewiger Reichthum.

Alles vergeht, o meine Seele, vergiß es nie, Alles! dochGott, der Allliebende, nicht! Alles, Alles, doch der durchTugend vollkommenere Geist nicht!

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