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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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nicht verhehlen, daß eben die Hand der Allmacht am meisten,ich möchte sagen, am unmittelbarsten, einwirkt.

Wenn die steigende Wärme der Frühlingssonne den Frostbricht, und den Luftkreis mit den ungesunden Ausdünstungen desErdbodens füllt, und alle Safte, wie in Pflanzen, so in chierischenund menschlichen Körpern, in neue Gährung bringt, welcheVeränderungen, Freuden oder Unruhen werden damit in tausendund tausend Familien hervorgerufen! Hier erliegen Schwäch-linge dem gewaltsamen Eindruck der verwandelnden Witterung;Gesundscheinende erkrank-n, Kränkliche sterben; dort jubelnandere freudig unter jungen Blumen. Das Alles ist die Fruchteiner uns derselben Naturerscheinung. Der Tod eines Haus-vaters verändert das Schicksal einer ganzen Familie. DieKrankheit einer Hausmutter gibt dem Gange der Wirthschasreine andere Richtung. Weder die Krankheit noch der Tod warenMenschen-Schuld, sondern Einwirkungen der Jahreszeit aufden menschlichen Körper. Meinst du, sie und ihre Folgen wärenDem Allwissenden unbekannt geblieben? Meinst du, der Schöpferdes Gewürms habe des Menschen vergessen? Ihm dienen dieLüfte des Frühlings, wie die naßkalten Stürme des Herbstes,oder das schneidende Wehen des Wintertages, zur Vollführunzseiner weisen und immer grundgütigen Absichten. Sie aber zuerforschen, wage ich nicht; doch habe ich oft erst spät hintennacheingefthen, warum gut war, daß geschah, was geschehen war.Und die Witterung der Jahreszeit ist sein Werkzeug zu meinemdauerhaften Glück, vielleicht zu der Wendung gewesen, die vonda an alle meine Begebenheiten genommen haben.

- So sorgfältig wir uns auch gegen den nachtheiligen Einflußder Witterung verwahren mögen: es ist unmöglich, ihm ganzauszuwcichen, weil wir ihn nicht immer kennen, oder voraus-sehen. Was braucht es denn mehr, um die Lebensflamme einesMenschen auszublasen, als den Hauch einer kalten Luft gegendie erhitzte Oberfläche von einem Theil unsers Leibes! Oft istder Dunstkreis mit giftigen Stoffen unsichtbar gemischt, die wirrinathmcn, ohne es früher gewahr zu werden, als die Krank-heiten davon allgemein hervortreten. Nun hören wir von