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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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Und über den weiten Verwandlungen ziehen schweigend dieWolken, darüber lodern 'mit unvergänglichem Lichte die Gestirne,die Erden, die Monde, die Sonnen in nie beufcrtem Weltraum.Und in Allem Einer waltend, und Alles den ewigen, ehernenGesetzen des Einzigen gehorsam, der da waltet. Das ist Gottder Herr, allein, einzig, machtvoll, allenthalben!

Ich schaudere, verstumme. Meine Gedanken enden. Ichhabe nichts, als das Gefühl meiner Ohnmacht. O Gott, Herr,allein, einzig, machtvoll, allenthalben! Darf ich von denAhnungen Deiner Herrlichkeit durchschauert noch aufblicken?Darf ich Kind des Staubes zu dem Alleingroßen noch beten?

Nein, ich bin kein Kind des Staubes, ich bin das Kind desAllbarmherzigen, des Allliebenden, des Urgütigen, des Höchstenund Ewigen. Drückt mich der Gedanke an die Allmacht meinesGottes nieder, wie in die Abgründe der Vernichtung, zieht michder Gedanke an die Gnade des lebendigen Gottes empor in denhöchsten der Himmel. Und ich kann beten, darf zu ihm beten,wie das Kind zum Vater betet. Der Anblick seiner Schöpfun-gen ist der Blick auf eine Bürgschaft für sein Erbarmen, fürseine ewige und unermeßliche Huld gegen mich. Darum jauchzeauch ich: Groß sind die Werke des Herrn! Wer ihrer achtet,hat eitel Lust daran.