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6 (1837) Gott in der Natur
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40.

Blicke zum Sternenhimmel.

E r st e r T h e i l.

Ps. 104, 24.

Der Sonne goldne Minaden,

In ihren unerforschten Pfaden,

Sind Staub vor Dir, Dein Werk, und Dein!

Auch die fern von des Auges GrenzenUnsichtbar uns im Ew'gcn glänzen,

Und jede Welt um sie, ist Dein!

Du bist der unumschränkte MeisterDer Welt, die durch Dich worden ist:

Allmächtig, gütig, Herr der Geister,

Und ewig bleibst Du, der Du bist!

Das Reich des Alls lenkt Deine Rechte;

Die Seraphim sind Deine Knechte;

Die Thronen sind Dir unterthan.

In allem Sein und allem Weben,

Gott! Schöpfer! Vater! webt Dein Leben,

Und Alles fleht Dich kindlich an.

Der Himmel Himmel singt Dir Lieder,

Viel tausend Himmel zu erfrcu'n.

Sie hörcn'S, fühlen'S, fallen nieder.

Und senken sich in Dich hinein.

Avenn ich von den Leidenschaften, Umtrieben, Entzweiungen,nichtigen Planen und dem ewigen Einerlei des gemeinen Lebensermüdet bin; oder wenn ich meine häuslichen Sorgen, meineLeiden, Hoffnungen, meine eigenen Entwürfe allzusehr vcr-schlinge, so daß ich nichts Anderes, als nur dieses Irdische denkenkann und mag, und di.ch mich wieder vom Staube zum Gött-lichen zu erheben, und in mir selbst ein edleres Leben zu lebenwünschte: dann werfe ich meinen Blick zum gestirnten Himmel,und betrachte das ewige, stille Leuchten und Wandeln seinerWelten. Wenn ich in frohen Gesellschaften und selbst des Ver-gnügens voll bin; wenn ich mich vor meiner eigenen Freudefürchte, daß ich mich leicht in ihr vergessen könnte, und wenn ichauch dann mich Gott nähern und durch ihn meine Fröhlichkeitheiligen, meine Besonnenheit zurückrufen möchte, dann treteich hinaus und erhebe mein Auge zu den Wundern des Himmels,