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Glück seiner Freunde und Feinde vergessen kann: um so ähnlicherwird der Geist des Menschen Gott, der weltbeseligend seineSonne aufgehen läßt über Sünder und Fromme.
Nach Deinem Ebenbilde, o Du Erhabenster, hast Du mich >geschaffen. Eine unendliche Kluft ist zwischen mir und demWesen der Thiere. Sollte ich selbst jemals meiner Würde ver-gessen können, und nicht mehr sein wollen, als das vernunftlose- Thier, das nur um seine Selbsterhaltung und Fortpflanzungbekümmert ist? Nein, nein, meine Sehnsucht richtet sich zu Dirhinauf! Wie Du unaufhörlich mildreich, und auch in diesenfruchtbringenden Herbstzeiten mit überschwenglicher Güte fürAlle sorgst, will auch ich thun, und nicht bloß für mich sammeln.
Wo sind Leidende zu trösten? ich will ihnen eine frohe Stundebereiten helfen. Wo sind Arme? ich will sie erquicken helfen.
Wo sind Verlassene? Ich will ihr Freund und Rathgeber werden.
Wo sind Unglückliche, welche den bevorstehenden Winter undseine Strenge fürchten? ich will, was meine Kräfte vermögen,ihren Besorgnissen abhelfen. Nur das Thier ist um sich selbst !bekümmert; nur Gott gehört dem großen Weltall an. So sollder Mensch ein Gott in seinem kleinern Wirkungskreise sein.
Daß ich es werde, Vater im Himmel, verleihe mir den Beistand
Deiner Gnade. Amen. M
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