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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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39.

Des Menschen Erhabenheit

t. Mos. 1/27.

Der Güte Quell versieget nie/

Und fleußt von Jahr zu Jahr;

Sie bleibt so groß und reich/ wie sieSeit ihrer Schöpfung war.

Genießt mit froher DankbarkeitDen Segen eures Herrn/

Und wenn ihr seiner Huld euch freut/

So gebt/ wie er/ auch gern.

Hoch über andre KreaturSeid ihr vom Herrn erhöht.

Es zeuget laut euch die NaturVon seiner Majestät.

Die ihr nach Gottes EbenbildDon Gott geschaffen seid/

Seid nun / wie er/ barmherzig / mild/

Und voll Gerechtigkeit.

Äie Natur, welche so lange um uns her blühte, fängt an sichzu verwandeln. Die Sonne entfernt sich allgemach von ihrerHöhe. Was Blüthe gewesen, ist Frucht geworden. Es rüstensich die Thiergattungen zur Abreise in wärmere Weltgegenden,oder zum langen Winterschlaf in ihren Höhlen. Andere, dieden bevorstehenden Winter treu bei uns verweilen, sammelnnoch Vorräthe für die Tage dcs Mangels ein. Auch der Menschist beschäftigt, sich für die Monate zu versorgen, da sein Erd-boden unfruchtbringender, sein Himmel trüber und rauher wird.Und Gott, der Alles ernährende Wcltvater, hat seinen Segenweit umher verbreitet, daß Jeder nach seinem Bedürfnisse genugfinde, und daß noch davon übrig bleibt.

Das Thier ist nur auf seine eigene Erhaltung bedacht. Eskennt keine edlere Anwendung des Uebcrflusses vom göttlichenSegen. Zwar sorgten die Alten noch anfangs für ihre Jungen,und brachten ihnen Futter, so lange es dieselben nicht selbstsuchen konnten. Aber kaum waren die jünger» Thiere dazu fähig,