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6 (1837) Gott in der Natur
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Alles, reich sein und arm sein; Wohlleben und darben; jenachdem die Zeiten und Umstände wechseln. Was liegt daran? 8^

Wenige Jahre, und du wandelst nicht mehr auf Erden. Aberdas verlerne nicht: im Wechsel der Zeiten und Umstände immerderselbe zu bleiben, wahrhaft, unschuldig, menschenfreundlich.

Daran liegt viel. Wenige Jahre, und du wandelst nich mehr

auf Erden; aber was du gewesen bist, das wirst du im Ewigen '^ii

sein. Die irdischen Acrnten sind für das Jahr; es gibt aber

eine geistige, heiligere Acrnte, ohne welche das ganze Dasein

werthlos wäre. ^

Wohl dem, der auf Gott trauet! denn ein solcher bemächtigt ^ U«isich einer Aernte, die keine Witterung, keine Menschenlaunen zu ^ mjfürchten hat. Und sammelt er nicht äußere Schätze, er gewinntdoch, was allen Reichthum übertrifft, und durch alles Gut derWelt nicht gekauft wirs, inneres Glück. Mögen dann dieStürme des Krieges alle Acrnten deines lebenslangen Fleißesvernichten das stille Glück eines mit Gott innig vereintenGemütheö können sie dir nicht zerstören. Vertraue Gott,fürchte nichts. Gehe muthig in deinen Berufswegen hin: dubist in deiner festesten Burg, wo du am meisten göttlich thust.

Was noch Uebels geschehen könnte, erwäge nicht, ohne immerdabei zu denken, was Gutes auch damit begegnen werde. Zwardu siehst nicht viel Gutes vor; aber weißt du denn auch gewiß,wie viel Böses kommt? Aengftige dich nie um das, was werdenwird; das Unglück, selbst das größte, ist nur ein augenblickrsicher Streich, und dann vorüber. Aber die in das Künftigehinauswitternoe Angst des Menschen ist die muthwilligste Lebens-Vergiftung und eine willkürliche Schöpfung von zehntauscnd-fachem Unglück.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohldem, der auf ihn trauet! Und ich will es, mein Herr,mein Gott, mein Schöpfer, der über die Seligkeit einer ganzenWelt, und über die Glückseligkeit des Wurms mit gleicher Liebewaltet ich will auf Dich trauen. Ich will all mein Anliegen,meine Angst, meine Sorge auf Dich werfen; Du wirst mich,und die, so Du mir gegeben, wohl versorgen. Ich fürchte kein

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