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37.
Freigebigkeit der Natur.
Zweite Herbstbctrachtnng.
Psalm 34/ s.
Wie schön / wie wundersam erhält/
Gott/ Deine Macht die ganze Welt!
Wie krönst Du jede JahreszeitMit ihrer ganzen Herrlichkeit!
Wie reizend war des Frühlings Pracht/
Begeisternd schön die Sommernacht! —
Nun lehn der Herbst uns mir Vertrau'»
Auf Dich empor/ Allsegner, schau'n.
Des Uebcrflusses Füllhorn gießtEr über uns; Dein Segen fließt;
Wir sind versorgt/ wir sind bedacht/
Denn Deine Liebe hat gewacht.
Warum den» / meine Seele, magstDu zweifeln? Sprich/ warum verzagstDu noch so oft im Lcbenssturm?
Sorgt nicht der Herr auch um den Wurm?
Und sorget er auch um den Wurm:
Denkt er auch dein im Lcbenssturm.
Drum blick' empor/ drum werde Licht!
Gott liebt dich noch / verzage nicht.
n^chmecket und sehet, wie freundlich der Herrist!" ruft uns der heilige Psalm in die Seele. Wohl jeder Tagim Jahre gibt uns Anlaß, die Güte und Freundlichkeit unsresGottes zu bewundern; doch am meisten immer die JahreszeitDes Herbstes. Da ist es, wo der Schöpfer allen seinen Erschaf-fenen auf Erden gleichsam das tägliche Brod austheilt, undihre Vorrathskammern für viele Monate anfüllt, damit Keinsverderbe. Es ist keine Wiese, kein Wald, es ist kein Garten, keinAcker, der nicht ein Schauplatz des himmlischen Segens gewesenwäre, oder noch jetzt ist; wo nicht die Schätze der Erde aus-gebreitet lagen, oder noch liegen, allen Kreaturen ein Trost.Und wenn schon hin und wieder eine Hagelwolke, ein allzulangerRegen, eine allzugroße Dürre, ein früher Frost einigen Schadenstifteten: die doppelte Fruchtbarkeit anderer Erdstriche gibt dop-