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Laß nur wenige Thierarten in derselben leben mögen, und keineThierarten sind daselbst häufiger, als Gewürme, Insekten undanderes Ungeziefer, welches zugleich im Wasser und auf demLande fortdauern kann.
Noch jetzt ist der größte Theil des Bodens mit Wasser be-deckt, das heißt, nur etwa der vierte Theil ist Land, AllesAndere nur Meer. Man hat berechnet, daß von neun Mil-lionen und einigen hunderttausend Meilen der ganzen Erdober-stäche nicht mehr als zwei Millionen und viermalhunderttauseudMeilen ins Gevierte Land sein mögen Noch jetzt bemerkt inanan vielen Meercsufern, wie das Gewässer langsam zurücktritt;wie Städte, Dörfer, welche vormals an dem Gestade lagen,fetzt fern von demselben im Lande liegen; wie Seehafen, worinvor Zeiten die größten Schiffe Raum und Wasser fanden, heu-tiges Tages ganz oder zum Theil trocken und nur mit Schlamm.angefüllt sind, der nach Jahrhunderten zum festen Lande wird,fe weiter daö Meer zurück tritt.
So leidet demnach die Oberfläche des von uns bewohntenWeltkörpers fortwährende Veränderungen. Wie ganz anderswar sie noch vor fünftausend Jahren! Die Länder, welche wirheute bewohnen, unser schönes Vaterland, war damals nurNoch eine ungeheure endlose Wildniß, unbewohnt, rauh, kalt,voller Moräste, Sümpfe, Waldströme, ein ungesunder Auf-enthalt. — Aber in Asien glänzten prachtvolle Städte vollerUebcrfluß: Babylon, Tyrus, Sidon, Ninive, Jerusalem.—Jetzt blüht hingegen unser Vaterland; hier drängen sich Dörferan Dörfer; hier schimmert der Wohlstand zahlloser Städte; hier,auf dem Grunde der ehemaligen Einöden und Wildnisse, dufteneinheimisch die Blumen entfernter Länder, gedeihen die Wein-trauben und Früchte des warmen Morgenlandes; hier ruht derSegen Gottes auf unübersehbaren Fruchtgefilden, die das ganzeLand zu einem einzigen großen Garten machen.
Und wo ist das stolze Babylon, wo ist das reiche Sidonund Tyrus, wo Ninive, wo das weiland hochgepriesene Jeru-salem geblieben? Ihre Pracht ist dahin. Von den meisten dieser«roßen Hauptstädte ist kaum noch eine Spur zu erkennen. Ihre