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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
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In der That sind bis zum heutigen Tage noch lange nicht alleGegenden der bewohnbaren Oberfläche des Erdballs bevölkert, sofruchtbar und ergiebig auch der Boden sein mag. Da verderbe»die schönsten wildwachsenden Früchte; Keiner genießt sie. Dnkeimen und vermodern ungeheure Waldungen, durch derenFinsternisse vielleicht noch kein Mensch zu dringen wagte. Wilde,reißende Thiere und Gewürme nisten dort ungestört, bis sichdas Geschlecht der Menschen dahin ausbreitet. Es könnten derSterblichen um die Hälfte mehr leben, als heute vorhandensind, und alle würden zu ihrem Unterhalt hinreichend finden.

So groß ist Gott; so unerschöpflich sein Segen.

Es ist auch gar nicht unwahrscheinlich, daß die Anzahl derMenschen auf Erden noch täglich anschwelle, und sich in bishernoch niemals bewohnte Gegenden ausbreite, so gewiß es von derandern Seite ist, daß auch das bewohnbare Land, seit Schöpfungder Welt, von Jahrtausend zu Jahrtausend zugenommen hat.

Ein einziges Menschenpaar bewohnte ursprünglich das,glückliche Eden. Es war dies Menschcnpaar genug, daß derErdball bevölkert wurde, und heute noch über neunhundertMillionen von dessen Nachkommen leben.

Es ist wohl nicht weit von der Wahrheit, wenn man berhauptet, daß anfangs, gleichsam in der Kindheit des Erdballs,derselbe größtentheils von Wasser bedeckt war, und nur ein^zelne Inseln, jetzt Gipfel und Rücken hoher Länder, aus demunermeßlichen Wasserspiegel hervorragten. Das Meer, welchesden Erdkörper umfing, nahm immer mehr ab; die Inseln wurdengrößer, das feste trockene Land erweiterte sich. Viele Jnseiwstießen endlich mit ihrem Boden zusammen, wurden zu Welt-theilen. So finden Reisende die zuverlässigsten Spuren, daßder Welttheil Amerika und derjenige der Südländer am spä-testen aus dem großen Weltozean gestiegen seien. Noch jetzthaben sich dort die Wasser nicht alle verlaufen; noch jetzt issdort der größte Theil des Bodens feucht und morastig, mitSeen und Sümpfen ohne Zahl durchzogen; die Ströme sindso breit, so tief, wie keiner der gewaltigsten in unfern Welt-gegenden; die Luft ist noch in vielen Gegenden dort so ungesund.