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6 (1837) Gott in der Natur
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36.

Freigebigkeit der Natur.

Erste Herb st betracht« >, g.

1. Mos. 32, 10 .

Allschaffender, wer ist Dir gleich,

Alllicbender Erhörcr!

Wie bist Du so unendlich reich,

Mein Vater, mein Ernährer!

Mit Tausenden empfangen wirAlltäglich, bester Gott, von DirLicht, Leben, Brod und Kleidung.

Was unser Leib bedarf, Du gibst ,

ES, Vater, uns mit Freuden;

KeinS Deiner Kinder, die Du liebst,

Darf Noth und Mangel leiden.

Du beutst ja jeglichem sein Brod;

Dtr Mensch nur selber schafft sich NothUnd bauet sich sein Elend.

Ä6ährend Gott die Menschen und die Welt beglückt, wie un-aussprechlich elend macht der Mensch sich selbst und die ganzeWelt durch den Wahnsinn seiner Leidenschaften! Wie demüthiaendist diese Erinnerung! Wer möchte da nicht mit dem ErzvaterJakob ausrufen: Wir sind zu gering aller Barm-herzigkeit und Treue, die Du an uns qethan hast.(1. Mos. 32, 10.)

Viel tausend Landleute zitterten im Laufe des Jahres vordem nachtheiligen Einflüsse der Witterung. Aber wie ver-geblich war ihre Angst! War nicht ebrn dieses Jahr eines derfruchtbarsten? Wie leicht verliert doch der arme Sterb-liche Glauben und Muth! Wie maßt er sich doch bei aller Be-schränktheit seines Verstandes so gern an, mit seinen dem Laufder Dinge ganz entgegengesetzten Wünschen die Maßnahmendes ewigen und allein weisen Weltbeherrschers zu tadeln! Wiebildet er sich in seiner Schwachsinnigkeit so gern ein, es besserzu wissen, als der Vater und Herr der Welten, von dem allegute Gaben kommen! Wahrlich, wir sind zu geringaller Barmherzigkeit und Treue, die Du an unsgethan hast.

VI.

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