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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
326
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Welten des Himmels; Dich im Glanz der Blume und im ver-heerenden Sturm; Dich im Kreise der Jahreszeiten und wech-selnden Tage, und im Aufblühen und Welken der Saatenund Menschen. Deine Weisheit, Deine Barmherzigkeit,Deine Macht strömt, sich mir offenbarend, meiner Seele durchalle Sinne zu. Könnte ich Dein vergessen, wozu Du mich be-rufen und erwählt Haft?

Mögen diese Sinne einst ersterben: mein Geist wird Dichfinden; mein gebrochenes Auge möge die Welt verlieren: Dichwird es ewig schauen. Amen.

35 .

Betrachtung der Sinne.

DaS Gehör.

1. Sam. 16, 26.

Hält' ich den Reichthum jedes Landes,

Was hälf er? Keiner Schätze WerthErseht den Mangel des Verstandes,

Den wahrer Weisheit Glan; verklärt;

Dich zu erkennen, groß und hehr" Gabst Du mir Sprache und Gehör!

Dich, Gott des Guten und des Schönen,

Preist aller Welten frohes Chor;

So steig' in andachtvollen TönenAuch Dir mein Lobgesang empor!

Wer könnte fühllos schweigen, wer?

Du gabst ja Sprache und Gehör!

Ä)enn nun der Geist Gottes über Saul kam, so nahmDavid die Harfe, und spielte mit seiner Hand: so erquickte sichSaul, und ward besser mit ihm, und der böse Geist wichvon ihm."

So schildert die heilige Schrift die Gewalt der Tonkunst.Wer hat sie nicht empfunden? Wen hat sie nicht schon mittenin dumpfer Gleichgültigkeit neu erhoben und begeistert, oderaus dem Arm der Freude zu den Thränen stiller Wehmuth ge-rufen; oder aus der Gorgennacht zu einer heitern Ansicht des