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34.
Betrachtung der Sinne.
Das Sehen.
Psalm u», is.
Ich lobe Dich und preiseDich / o mein Gott/ allein!
Wer ist/ wie DU/ so weisetVerßand und Rath ist Dein.
Ach/ möchte/ Herr / mein GeistIn allen Deinen WerkenAuf Deine Weisheit merken/
Die/ wer Dich kennet/ preist!
WaS/ Gott/ mein Aug' entzücket/
Rühmt Alles Deine Macht/
Ist herrlich/ ist gcschmücket/
Ist Ordnung / Kunst und Pracht lSie schaffet / sie erhält/
Zu segnen/ zu ergötzenNach weisesten Gesetze»/
Den schönen Bau der Welt.
brvar hat schon der Sinn des Gefühls, des Geschmacks, des-Geruchs großen Einfluß auf die Vervollkommnung des mensch/^lichen Geistes; aber keiner einen so wichtigen, als der Sinndes Auges. Durch ihn werden wir erst mit der Welt vertraut,die wir bewohnen, und mit allen Wesen, die mit uns an GotteSGüte Theil nehmen. Durch ihn erst wird unser Gedächtniß reich,unsere Einbildungskraft lebendiger; wir empfangen von ihm?rst den Begriff des Schönen und Erhabenen, deren Eindrückeuns begeistern; wir erblicken die Gottheit in ihrer namenlosenSchöpfungspracht, und das regsame Spiel tausendfacher Ursachenund Wirkungen im All der Natur und der Schicksale.
Um den Werth des Auges zu fühlen, dürfen wir unS nuran die Stelle der Blindgebornen versetzen; so wie wir gewöhnetich die Gesundheit für nichts achten, wenn sie unser ist, undsie über Alles preisen, wenn sie mangelt. — ,
Eine ewige Finsterniß verhüllt dem Blindgebornen dieWelt. — Finsterniß? Ach nein, auch nicht einmal von dieser
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