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gangknheit dahinschwebend; wir sind geneigter zu stillen Be-trachtungen, Träumen und Rückerinnerungen, als bei jedemandern Rausche, welcher die Frucht von genossenen Speisen undGetränken sein kann, und wo der Mensch gemeiniglich thätiger,auf die Gegenwart wirksamer, oder in die Zukunft hoffnungs-voller Hinausblicken wird.
Diese Wirkung des Geruchssinns scheint bei den vernunft-losen Thieren weniger statt zu finden. Für sie gibt es keine Ver-gangenheit, keine Zukunft; und selbst das Gedächtniß, welchessie haben, und was wohl in manchen Stücken das menschlicheübertreffen mag, dient ihnen doch nur zum Genüsse des vor-handenen Augenblicks und der Umstände.
So erinnert auch dieser einfache Sinn, von welchem wir imLeben am wenigsten Gebrauch zu machen glauben, uns an unsereErhabenheit über die thierische Welt, an das Geistige in uns,welches nicht blind für Geschehenes und Kommendes nur Raubder anwesenden Minute sein soll, sondern mit dem Ewigenverwandt ist; — so leitet er das Thier auf unsichtbaren Straßenzu seinem Futter und Nachtlager, den Menschen aber zu Er-innerungen und höhern Ahnungen, die ihm als Geist geziemen.
Denn mehr Geist als Thier soll der Sterbliche sein. — Dahindeuten alle Einrichtungen des Schöpfers. Darum empfing derMensch weniger vollendete und scharfe Sinne, als das Thier,damit er gezwungen sei, durch Entfaltung seiner höhern Kräftedas zu ersetzen, was ihm irdisch mangelt. Darum erschien ernackt und ohne ihm angeborne Waffen, wie der unbehilflicheWurm; darum wird sein Geschmackssinn nicht vorzüglicher, als.der des gemeinsten Thicres; darum wird er im Geruchssinn vonvielen übertroffen, und der Scharfblick des Adlers ist Heller,als das Auge des Menschen.
Mein Gott, mein Schöpfer, ich verstehe Dich in Deinenweisheitvollen Anordnungen — mein Glück, die Erhebung desUnsterblichen über das Sterbliche, ist in Allem Dein Zweck.Dahin ruft mich jeden Morgen Deine neue Liebe; dahin winkendie Offenbarungen Deines Sohnes Jesu Christi; dahin leite«alle Fügungen der Natur, wie heilige Straßen, welche sich irr