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29.
Das Gewitter.
Psalm 2».
Gottes Näh«/ Gottes Nähe!
Quill der stillsten Wonne mir/
Wie wenn Dich mein Auge säh«/
Eilt die Seele hin zu Dir.
Dir/ der Tag und Nächte sendetFreuden ausströmt/ Unglück wendet/
Darer/ der bei Lag und NachtUebcr Wurm und Engel wacht.
Dir/ der in des Donners Stimmen/
In der Blitze Pracht erscheint/
Und erscheint wo Sterne schwimmen/
Und wo Staub mit Staub sich eint;
Dessen Näh' ich im GewühleMeines Schicksals immer fühle:
Dir/ mein Gost/ will ich mich nah'n/Ucberall Dich/ Herr/ umfah'n!
^Hn doppelter Natur wandelt der Mensch auf Erden; — inirdischer, sinnlicher, fleischlicher Natur, und in himmlischeroder geistiger.
Das Fleischliche neigt sich herab zur Erde, von der er ge-kommen ; das Geistige sehnt sich zum Himmel empor, von demcs stammt.
In der Todesstunde kehrt das Irdische an uns zum Staube,der Geist zum Ewigen zurück.
Der fleischliche, das heißt, der sinnlich gesinnte Mensch lebtnur im Sinnlichen, nur für das Irdische; er lebt nur für das,was der Vergänglichkeit und dem Lode gehört. Der geistigeMensch aber lebt im Geist, das heißt, er handelt göttlich, odernach Gottes Willen; er lebt für das wahre Leben und denFrieden. (Röm. 8, 6.)
Im Fleische leben heißt, nur überall das Irdische sehen; nurder Sinnlichkeit fröhnen, in andern Menschen nur auf irdischenWerth achten, nur ihren Reichrhum, ihren Stand, die Häßlich-keit oder Schönheit ihrer Gestalt, ihre Geschicklichkeit ins Augefasten. Der fleischlich gesinnte Mensch sieht in der göttlichen