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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
263
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Mittelpunkt, vielleicht upi eine noch größere Sonne, die in un-ermeßlicher Ferne des ewigen Alls vor unfern Augen verborgen

glänzt. Und diese welches ist ihr Wandel und Wesen?-

Die Flügel meiner vermessenen Einbildungskraft sinken ichverstumme in Gedanken Deiner Allmacht, o allmächtiger Gott!Du leitest die Sonnen und Monde und Sterne in der uferlosenEwigkeit Deines Schöpfungsalls mir einer Kraft und Weisheit,die kein Seraph ausspricht, daß sie alle unter einander sichwechselhaft Licht und Leben zusenden, und daß selbst der Gras-halm, welcher auf Erden blüht, in Berührung und Verbindungmit den entferntesten Welten lebt! Wer mag Deine Hoheit undMacht ergründen? Ich höre Deine Stimme aus dem Mundeder Natur, wie sie sprach zu Hiob: Wo wärest du, da ich dieErde gründete? Weißt du, Sterblicher, wer ihr das Maß ge-setzet hat oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat? Oderworauf stehen ihre Füße versenket, oder wer hat ihr einen Ecksteingelegt; da mich die Morgensterne mit einander lobeten, undjauchzten alle Kinder Gottes? Bist du in den Grund des Meeresgekommen und hast in den Fußstapfen der Tiefe gewandelt?Haben sich dir des Todes Thore je aufgethan, oder hast dugesehen die Thore der Finstcrniß? Kannst du die Bande dersieben Sterne binden, oder das Band des Orion auflöHn?Kannst du den Morgenstern hervorbringen zu seiner Zeit, öderden Wagen am Himmel über seine Kinder führen? Weißt du,wie der Himmel zu regieren ist? oder kannst du ihn meisternauf Erden? Kannst du die Blitze auslassen, daß sie hinfahrenund sprechen: Hier sind wir! Wer gibt die Weisheit in das Ver-borgene, wer gibt die Gedanken des Verstandes? (Hiob 38.)

Fallet nieder, o ihr Erschaffenen Gottes, vor dem Angesichtdes Herrn, und betet an! Demüthigt euch vor dem Herrn derHeerschaaren, der Seraphim und Erzengel und Engel, und allihr unsterblichen Geister, betet an. Der Herr ist Gott erallein Gott! Der Allmächtige, Er!