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6 (1837) Gott in der Natur
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als Vater; darum wollte er, daß wir uns gegenseitig um unftrseigenen Vorchcils willen verbrüdern sollten. Darum verlieh erdem Einen, was dem Andern mangelt. Die Menschen könnennur durch gegenseitigen Beistand, durch wechselswcise Belehrung,ihre Verstandeskräfte ausbilden, ihre Kenntnisse bereichern, ihrGemüth veredeln. So mußten sie sich erst in den allergeringstenDingen einander vorher unentbehrlich werden. Die Thiere lebenaußer der Begattungszeit von einander unabhängig. Die Aeltern' vergessen selbst ihre Jungen. Jedes kann sich seine Nahrungleicht auffinden und seine geringen Bedürfnisse befriedigen. Aberdas Thier ist auch ohne einen Geist, der höherer Vollkommen-heit fähig und geweiht ist. Könnten Die Menschen unbekümmertum einander auf Erden wandeln, wie die Thiere, so blieben sieThiere. Es wäre kein Druck vorhanden, der sie zur Entwickelungihrer erhabensten Kräfte nöthigte. So zweckt also auch hier dasGesetz der ewigen Weltordnung alles Irdische auf ein geistigesZiel hin, auf das Göttliche in uns.

Mit Erstaunen werfe ich den Blick hier durch die endlosenVerkettungen, durch die unabsehbaren Reihen der Ursachen undWirkungen hin! O, allmächtiger Gott, wie wunderbar rührtdas Irdische an das Geistige; wie hast Du Alles in dem Gewebedes großen Naturganzen so weise verflochten! Erde und Himmelvermischen sich zu Deinem Willen, o Du,, vor dem kein Dingunmöglich ist! Welch ein mannigfaltiges ungeheures Getriebe,welch ein unendliches Wechseln hienieden und das Alles nurhervorgerusen durch die Richtung der Erdbahn um die Sonne!Jener leuchtende Weltkörpcr also aus seinen himmlischen Fernenwirkt so gewaltig auf die Natur, auf die Eigenschaften, auf dascigenthümliche Leben und Weben der Völker des Erdbodens!In den Strahlen des Lichts und der Wärme also, die aus jenementfernten Stern auf uns fallen, liegt die erste Ursache deraußerordentlichsten und gewöhnlichsten Erscheinungen hienieden!Und woher nimmt die Sonne ihre nie verarmende Lichthüllr?Wie sich unsere Erde, dürstend nach ihren Strahlen, jährlichum sie bewegt: so bewegt sich auch die Sonne wieder mit allenandern sie begleitenden Welten. Sie bewegt sich um einen andern

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