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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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261
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häunifft; aus diesen H)ttdek ganz andkre Gesetze und Verfassungen,denn diese sind immer nothwendige Folgen von jenen.

Der Einfluß der äußern Umgebungen, der herrschendenWarme und Kälte, der Feuchtigkeit und Trockenheit der Luft,der Fruchtbarkeit und Wildheit des Bodens, der Nahrungs-mittel und Getränke, ist für die Beschaffenheit des menschlichenKörpers von großer Bedeutung. Schon die Leibesfarbe derMenschen von den Eisländern bis zu Len heißen Gegenden deutetdarauf hin. Was den Regionen des ewigen Schner's näherwohnt, ist weiß: so die Haut der Menschen; so das Fell dermeisten wilden Thiere daselbst. Das gelbe Haupthaar derMenschen wird nur in kältern Erdstrichen häufiger gefunden.In den wärmern ist es schwarz; die Haut der Menschen braunerund immer dunkler, bis zur tiefsten Schwärze. Oer Bewohnerder Eisfelder, welcher vom Fleisch und Thrane der Fische lebt,ist stumpf, träge, zu wenig großen Dingen aufgelegt. Der Menschin rauhen Landschaften, welcher sich von Milch und Fleisch dervierfüßigcn Thiere ernährt, ist thätig, unerschrocken, kriegerisch,frcihcitlicbend; das Volk in Wcinländrrn allezeit reizbarer,fröhlicher, beweglicher; das in heißen Gegenden weichlich undheftig, grausam und schlaff, wollüstig und sklavisch.

Nochwendig nehmen die religiösen Vorstellungen der Nationenmehr oder weniger den Ton der herrschenden Denkarten undNeigungen an. So ist der Glaube der Menschen in kälter« Welt-gegendcn ernster, kriegerischer, mehr Sache des Verstandes alsder Empfindung; in den wärmern mehr Sache einer feurigenEinbildungskraft, üppiger, sinnlicher, fröhlicher. Die Religiondes Menschen ist gewöhnlich, wie er selbst ist.

Aber die Mannigfaltigkeiten der natürlichen Eigenschaftenvon den Ländern sollten nach Gottes weisen Absichten eine engereVerbindung unter den Menschen bewirken, und daß Einer demAndern diene mit seiner Gabe, die er empfangen hat. Wie sichein einzelner Sterblicher nicht selber genug sein kann, sondernder Beihilfe Anderer zu seinem Wohlsein bedarf: also hat auchein Volk des andern wöchig, wenn er einen gewissen Grad derVollkommenheit erreichen will. Gott liebt alle seine Erschaffenen