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stimmt sind; wenn man, weit entfernt an Veredelung des kirch-lichen Gesanges zu denken, denselben verwahrloset, daß er inein unharmonisches, Ohr zerreißendes Geschrei entartet, welches,statt das Gemüth zu erhöhen, nur Empfindungen des Wider-willens oder Reiz zum Gespött und Lächeln erregt. Der erstegroße Eindruck ist verloren; die Andacht ist verscheucht; umsonstwirs nachher die Beredsamkeit und der Eifer der Seelsorger undPrediger sein, das Vertilgte wieder hervorzubringen.
Mit wie heiliger Begeisterung beteten Moses, Assaph,David! Aber ihr Gebet war Gesang, Erguß der schönsten Em-pfindungen in rührenden Tönen. Die Harfenklänge Davidswurden seinem Geiste unsichtbare Himmelsleitern. Seine Ge-' fühle hauchte er beseelend in die ganze Natur, so wie die Naturwieder in ihren Stimmen allgewaltig zu seinem bewegten Herzensprach. O Gott! Deine Herrlichkeit in Worten auszusprechen,und mit Gedanken zu umfassen, wie vermag dies mein schwacherGeist! Darum gabst Du ihm die Sprache des Gefühls, diewahre Begeisterung der ehrfurchtvollen Anbetung, den tiefenSchrei der Natur, welcher zu Dir emporsteigt. In diesemSchrei des Frohlockens und des Schmerzes vereinigen sich dieStimmen aller Deiner Geschöpfe. Sie jauchzen ihr Entzücken,ihre Wonne Dir zu; sie stöhnen ihre Klage Dir zu. DennDu nur gibst die Freude, Du nur kannst vom Schmerz be-freien. ^ Darum klingt die ganze Schöpfung in Deiner Ver-herrlichung zusammen.
'O lobet den Herrn auf Erden, ihr Wallfische und alleTiefen, Feuer, Hagel, Schnee, Dampf und Sturmwinde, diesein Wort ausrichten; Berge und alle Hügel, fruchtbare Bäumeund alle Zedern; Thiere und alles Vieh, Gewürm und Vögel;ihr Könige auf Erden und alle Leute, Fürsten und alle Richterauf Erden; Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungensollen loben den Namen des Herrn; denn sein Name allein iffhoch. Sein Lob gehet so weit Himmel und Erde ist!