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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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27.

Erinnerungen an die Allmacht Gottes.

Erste Betrachtung.

JesaiaS e, z.

Bis zu des Erdballs Achsen freu'nSich Wesen aller Art in Dir!

In heißen/ sand'gen Wüstenei'n;

In unsern blüh'nden Fluren hier;

Im EiS des Nordens!

Mel Stufen wandeln sie zum Ziel!

Nach größerer Verherrlichung;

Du wirkst/ durch Schmerz und Freudenspiel.

Die höhere EntwickelungDer Kräfte Aller!

2ber tritt wohl hinaus in den hohen, prachtvollen Tempel derNatur, wo die Erde, umstrahlt von Morgen- und Abend-röchen, zum Altar wird, von welchem Opferdüfte gen Himmelwallen wer tritt wohl hinaus, ohne nicht gern den Staubder Sorgen abzuschüttcln, sich im Anblick der allgemeinen Herr-lichkeit zu erquicken und Sehnsucht zu empfinden nach An-betung? Die wehenden Halme des Grases, die goldenenSaaten, die schwellenden Früchte, die früh und spät predigen:Gott ist die Liebe! der stille Wechsel der Tage und Nächte,der Sonne und des Mondes; der Wandel der Jahreszeiten;das ewig gleiche Weltgesetz in der man.igfaltigen Unendlichkeit,verkünden die Tiefe des Reichthums, beide der Weisheit undErkenntnis Gottes. Der Duft, welcher dem Opserkelch derBlumen entsteigt; das erfrischende Wehen der Lüste, wie derzermalmende Sturm; das Sumsen der fleißigen Biene vorunserm Ohr, wie der Donner, der die Gebirge zittern macht;der Farbenschmuck des flatternden Schmetterlings, wie dasStrahlenthor des Regenbogens, Alles spricht: Wir zeugenvon dem allmächtigen Gott. Heilig, heilig, heilig istder Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehrevoll! (Jes.6, 5.)

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