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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
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der Jugend machet, sind im-spätern Alter, oft auch bei den ver-vernünftigsten Ueberzeugungm, bei den besten Vorsätzen nichtwieder auszutilgen, und bleiben Urheber mancher bangen Lebens-stunden, die besser zur Verherrlichung und Anbetung des Er-habenen voller Majestät und Huld benutzt worden wären.

Ja, mit David, wie er sang, will auch ich beim Bewundernder Schöpfungspracht rufen: Der Herr ist König, deß freue sichdas Erdreich, und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind!Wolken und Dunkel ist um ibn her. Gerechtigkeit und Gerichtist seines Stuhles Festung. Feuer geht vor ihm her und zündetan umher seine Feinde. Seine Blitze leuchten auf dem Erd-boden; das Erdreich stehet und erschrickt. Berge zerschmelzen,wie Wachs, vor dem Herrn, vor dem Herrscher des ganzenErdbodens! (Ps. 97, 1 5).

So weit nur Deine Sonnen glänzen,

Reicht Deine Huld, die uns erhält.

Reicht über unsres Himmels Grenzen,

O Vater, bis zur fernsten Welt.

O Deine Gnad' und auch ihr Reich

Steht ewigen Gebirgen gleich.

Dir, Gott, ist kein Geschöpf verborgen.

Nicht eins vom Menschen bis zum Thier z

Du würdigst alle Deiner Sorgen,

Sie danken Lust und Leben Dir.

ES mag gering und niedrig sein;

Dir Gott, ist nichts zu groß, zu kleiu.

Mit frommem, freudigem GcmütheErheb' ich, Gott voll Gnade, Dicht

Wie herrlich ist doch Deine Güte,

Wie liebst Du uns so väterlich!

Uns, die wir ohne Furcht und Grau'n

Dem Schatten Deiner Flügel trau'n.

Mit Deinem reichsten UeberflusseErfüllst Du diese Welt, Dein Haus.

Du thcilst ihn, Allen zum Genüsse,

So väterlich, so reichlich aus!

Und jedes LcbenSquelle fließt

Aus Dir, der Du das Leben bist.