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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
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und Ställe mit der Gewalt der Wellen hinwegschwemmen: sohat er denn dazu verlieh ihm Gott die Vernunft zuseiner Erhaltung auch Mittel gefunden, die über seinem Haupteschwebenden Blitze auf unschädlichen und gefahrlosen Wegen indie Erde zu führen. Er befestigte an seines Hauses Gipfel dieeherne Spitze, welche den Blitz einfaugt, und an zusammen-hängenden Gliedern einer metallenen Kette oder eines Drathesin den Erdboden führt. Dies ist allerdings ein der Vernunftdes Menschen ehrenvolles, ein der Gottheit wohlgefälliges Mittel,unser Eigenthum in den Stürmen der Natur und gegen die Kraftdes vom Himmel fallenden Feuers zu bewahren.

Umsonst sucht das abergläubige Vorurtheil der unwissendenMenschen gegen die nützliche Anwendung der uns von Gott zuunserm Schutze dargebotenen Hilfsmittel zu eifern; umsonstwendet sie ein: Gottes Macht ist größer denn menschliche, undsie kann dich unter hundert von dir aufgepflanzten Schutzmittelntreffen. Dennoch retteten diese Schutzmittel schon unzähligeMale. Sie sind uns durch Gottes Hand gegeben; darumist es Pflicht, sie anzuwenden. So gab auch er uns Pflanzen,deren Säfte für uns ein Gegengift werden wider das in denLüften verbreitete Gift von Krankheiten; so gab er uns Mittel,uns gegen die tödtlichen Wirkungen des Frostes oder der Sonnen-gluth zu bewahren.

Lasset uns Gottes Weisheit in den Werken seiner Schöpfungentäglich genauer erforschen, so werden wir selbst weiser und da-durch auch glückseliger werden. Verbannet durch grenzenlosesVertrauen auf die Liebe des himmliscben Vaters alle abergläubigeFurcht Gott ist nur Liebe, nie Haß; gibt nur Liebe, nieZorn; will nur Liebe, nie Furcht.

Und so erzieht und belehrt, fern von abergläubigen Vor-urtheilen, eure Kinder in der Liebe zu Gott. Gewöhnet sie vonfrüher Jugend auf, auch in den furchtbarsten Erscheinungen derNatur die Gnade des Allbarmherzigen, des Allen Helfendenzu sehen. Vermeidet, ihnen ihre natürliche, kindliche Furchtsam-keit durch die Acußcrungen eurer unchristlichen Aengstlichkeit zuvermehren. Denn solche Eindrücke, welche ihr dem zarten Gemüth