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Person abzuwenden, oder mit noch größerm Vertrauen auf dasGlockengeläuts der Kirche hören, als auf die Stimme der Natur,die selbst durch den Laut des Donners spricht: Fürchte dichnicht! Gott ist die Liebe!
Wehe dem Christen, welchem die Andacht erst dann heilig ist,wenn er selbstsüchtig für seine Wohnung, für seine Kornfelder,oder für sein Leben zittert; der erst dann inbrünstige Gebetezum Himmel emporsendet, wenn er seinen letzten Augenblickennahe zu sein glaubt; der erst dann Gott fromme Gelübdestammele, wenn er glaubt, sie vielleicht nicht mehr durch eintugendhaftes Leben erfüllen zu können! Seine Andacht, seineGebete, seine Gelübde, einem unreinen Herzen entquollen,sind dem Herrn ein Gräuel! Gott, der Allliebende, fordertja nur Liebe und Vertrauen; aber wer unter Todesschreckenzu Gott ruft, betet nur darum, weil er kein Vertrauen hat,sondern Argwohn, keine Liebe, sondern Furcht.
Nicht minder sträubt es sich gegen die Würdigkeit, welchewir in unfern Vorstellungen von Gott haben sollen, wenn mansich einbildet voller Aberglaubens, ein Stücklein tönenden Erzes,das Läuten einer Glocke werde die Elemente beschwören, undden Schaden des Gewitters von unfern Häusern und Flurenverbannen. Hat nicht eine vielfache Erfahrung bewiesen, daßdies Glockengeläute fruchtlos blieb; ja daß die Stelle, welchederjenige, der die Glocke zieht, während des Gewitters einnimmt,eine der gefährlichsten füe das Leben der Menschen ist?
Denn so wie das Wasser seiner Natur nach gern abwärtsfließt, und am liebsten zu hohlen Kanälen zusammenströmt:so pflegt sich auch der feurige Stoff des Blitzes gern abwärts zusenken, und am liebsten wählt er, um in die Erde geleitet zuwerden, hervorragende Spitzen, Ecken, Zweige, und nochlieber sucht er ein hoch in der Luft befindliches Metall auf, vonwo er weiter herabspringt.
Und wie der Mensch, durch seine Erfahrungen belehrt,endlich den Bächen und Flüssen ein tieferes Bett gegraben undfestere Ufer gebaut hat, damit sie schneller ablaufen, und beimAnschwellcn nicht überströmen und Wiesen, Felder, Wohnungen