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was zu seinem Wohl gedeihen könnte; so das Wasser der Flüsse,der Seen und Meere, so der Strahl des weitleuchtenden, fern-treffenden Blitzes«
So prachtvoll das Schauspiel eines Gewitters ist, welches anSommertagcn oder Nächten den Dunstkreis der Erde erschüttertund von ungesunden Stoffen befreit: so übertrieben und aber-gläubig ist doch leider noch die Furcht vieler Merschen beimAnblick dieses Naturereignisses. Die Furcht ist aber um sothörichter, da man doch aus langen Erfahrungen und seitJahrhunderten weiß, daß unter hundert Gewittern kaum einseinschlägt, und unter tausend Schlägen dann selten ein einzigerein Thier oder einen Menschen, oder dessen Wohnung trifft.
Freilich rührt die Angst in manchen Personen bei Gewitternoft von körperlicher Schwäche her; der Zustand der gewitter-haften Luft wirkt dermaßen auf unsere Nerven, daß sie schoneine Vorempfindung des erfolgenden Wetters haben, ehe nochdasselbe erschienen ist. Sie fühlen ungewohnte Mattigkeit, Er-schlaffung, Beklemmung, schwieriges Athcmholcn. Aber derstarke Geist des Christen weiß auch durch Ueberzcugung von derGüte Gottes das Leiden seines Körpers zu überwinden, undmitten in dein wohlthäiigen Sturm der Elemente, wenn Waffer-und Feuerfluthen vom Himmel rauschen, fröhlich seinen Vater,den Ewigen, zu rühmen!
Doch bei weit Mehrern ist die Angst während eines Ge-witters nur die Folge einer schlechten Erziehung, eines falschenUnterrichts über die Ursachen und heilsamen Zwecke Gottes indieser Naturerscheinung. Bei vielen Andern ist die Bangigkeitwieder eine Wirkung höchst unwürdiger Vorstellungen von derGottheit, und eine Schuld unbesonnener oder unwissender Jrr-lchrcr, welche das allervollkvmmcnste, heiligste Wesen so zorn-müthig, so rachsüchtig, so unbarmherzig, so unversöhnlich dar-stellcn, als kaum ein sündlicher Mensch sein kann. Daher dasabergläubige Schrecken vieler Menschen, die, wenn Gott sich inseiner Größe, Macht und Liebe am sichtbarsten in der Natur ver-herrlichen will, voll kindischer Verzagtheit die Flucht ergreifen,oder singen und beten, um den Zorn Gottes von ihrer eigenen
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