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borgen, von dem der Boden benachbarter Länder erbebt. Duschwebst über glühenden Abgründen, ohne es zu wissen. GanzeLänder und Völker schweben über diesen brennenden Höhlen derTiefe. Aber Gott hat die Felsen fest über sie hingewölbt, undschützt uns mit liebender, allmächtiger Hand.
Und jene gesalzenen Quellen, die dir zu deinen Speiseneins der edelsten und unentbehrlichsten Gewürze aus dem Schoostdes Erdballs hervorführen: verkünden sie dir nicht die unermeß-lichen Vorrälhe, welche der ewige Vater in jenen unerreichbarenTiefen zur Erhaltung des menschlichen Geschlechts anlegte?Nicht F-eue. flammen, nicht Sturmwinde, auch geringe Quellensind die Diener seiner Macht und Weisheit. Sie führen all-jährlich von den wohlverwahrten Schätzen der Unterwelt so vielempor, als zur Lebensnothdurft und Nahrung erforderlich ist.
Wunderbare, weise Haushaltung Gottes! himmlische Für-sorge ! Wie könnte ich alle Deine herrlichen Einrichtungen zurirdischen Wohlfahrt des Menschen nennen! Ich Kurzsichtiger,wie könnte ich sie alle erkennen! — Die Welt ist zu groß, zureich an Kleinodien der göttlichen Macht und Güte, und dasLeben des Menschen ist so kurz! Nicht zu kurz, um sich in dasGöttliche einzuweihen; nicht zu kurz, um unfern höher» Berufcinzusehen, aber nicht lang genug, auch nur den tausendstenTheil des Reichthums zu überschauen, welchen der erhabeneSchöpfer vor uns ausgebreitet hat.
Dieses Alles gibt mir Ahnung und Hoffnung auf einenkünftigen bleibendern, vollendeter» Zustand. Hier, o Jehova,Allerhöchster, soll ich nur den ersten Gedanken an Dich denken;hier nur erst zum Anblick Deiner namenlosen Größe vorbereitetwerden — dort werde ich erst zur Vollkommenheit reifen, zumErkennen, zum Anschauen Deiner Majestät gelangen^
Gott des Lebens, Gott der Allseligkeit, wer im Augenblickjener irdischen Auflösung, jener höhern geistigen Verwandlung,die wir Tod heißen, Dich ganz in der Größe Deiner Macht,Deiner weisheitvollcn Güte denkt — dem wird der wichtigeAugenblick ein Augenblick des höchsten Entzückens!