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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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Hinweg den Blick von diesen Ungeheuern, die Gottes ver-gessen möchten, um nicht die heilige Verpflichtung zu fühlen,einem liebenden Schöpfer dankbar für die zahllosen Wohlthatenund Wunder zu sein, mit denen er umringt ist! Hinweg denBlick von diesen Entarteten, welche darum sich scheuen, in dasGebiet des Göttlichen, in die geistige Welt und zu ihrer er-habenen Bestimmung hinaufzuschauen, weil sie ungestört nurThiere sein, nur ihren gemeinen Wollüsten fröhnen, nur ihremLeibe gütlich thun möchten!

Aber ach, bin ich, der voll lebhaften Unwillens den Un-dankbaren verabscheut, bin ich oft nicht selbst so undankbar, wieer? Wie oft empfinde ich die Huld des Allgütigen, ohne meinGemüth dadurch bewegen zu lassen! Wie oft empfange ich ausseiner Vaterhand das Almosen, welches mich beglückt, undsündige durch Mißbrauch desselben gegen ihn im gleichen Augen,blick!

Alle Elemente rufen mir den Namen Gottes zu; alle Elementevereinigen sich zu meinem Wohlsein, zu meinem Gedeihenwie selten erkenne ich's! Warum nenne ich die Wunder derMeere, die den Bewohnern ferner Weltgegendcn glänzen? Sollteich nicht dankbar diejenigen zuerst preisen, die mich umschweben?Ist nicht die kleine Quelle, welche zwischen ihren Blutnenuferndaherflicßt, die Wurzeln von Millionen Pflanzen tränkt, dieHeerden mit ihrem wohlthätigen Naß erquickt, als Heilbad derGlieder den Menschen stärkt, so reich an Wundern, als das Meer,das den Erdball umarmt?

Siehe, diese Quellen, die du gering zu achten scheinest,entstammen dem Ozean ebenfalls, welchen du bewunderst. Abersie haben ihre Wellen geläutert. Sie zogen durch das nie er,forschbare Eingeweide der Erdkugel. Sie steigen hervor undverkünden dir Gottes Schöpfungen im Innern des Weltballs,dessen Oberfläche du berührst.

Jene heiße Quelle leh.rt dich, daß sie ihre Fluchen durchverborgene unterirdische Feuer erhitzen ließ. Noch bringt sieTheile dieses Feuers an das Tageslicht. Vielleicht ist unterdeinen Füßen ein ungeheurer Brand im Innern der Erde ver-