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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
189
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Wer bin ich? Erde aus Erde! Und doch würdigst Du mich.Erbarmer, Liebevoller, Deine Pracht anzuschauen und Dich zuverherrlichen. Dennoch umströmst Du mich mit Seligkeit, undlassest mich aus den Entzückungen, die mich beim Anblick DeinerWerke durchdringen, die höhern Bestimmungen meines künftigenDaseins ahnen.

Frohlockend jauchz' ich, rühm' und singe:

Bis über alle Himmel dringe8u Gott mein Lallen, mein Gesang.

Erhabner, als der Sterne Höhen,

Noch höher, als die Himmel gehen,

Geht seine Gnade, geht mein Dank!

Barmherzig schauet erAuf alle Wesen her,

Die ihn ehren.

Er sorgt für sie,

Und läßt sie nie

Zu ihm umsonst nach Hilfe flehen!

Und Hab' ich'S nicht von ihm vernommen?

Ist nicht ein Wort zu mir gekommen,

Das selbst sein Mund geredet hat?

Wenn man die Himmel kann ermessen,

So kann ich euer auch vergessen, ,

So mangelt'v mir an Macht und Rath!

So sprach er. Denkt, wer ist,

Der seinen Himmel mißt?

Gottes Gnade

Betet an!

O betet an!

Ist höher, als die Himmel sind.

Euch schuf er, um uns zu beglücken,

Euch, Erd' und Himmel: Euch zu schmücken !

Floß über euch sein Licht herab.

Und Geistern sich zu offenbaren,

Erschuf er Geister. Zahllos warenDie Welten, die er ihnen gab.

Jehovah, nur Dir selber gleich.

Wie groß, wie herrlich ist Dein Reich,

Und unaussprechlich!

Die NaturVerkündigt nur,

Was Du schon warft, eh' Alles war.

Die Frühlingswelt,

Die Gcifterschaar,

Singt wonneschauernd auf zu Dir;

Geheiligt sei Dein Name!