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Das Reich der Pflanzen.
Zweite Betrachtung.
Psalm t-ts, t—9.
Wo tönt der Psalm, der Dich erreicht.
Dich, Herr, »nd Deine Stärke?
Die Macht, der außer Dir nichts gleicht.
Die Größe Deiner Werke?
Wo tönt der himmlische Gesang?
Laß mich den Jubel hörenLaß meines Herzens Liebes-Dank,
Mit ihm vereint, Dich ehren.
Unübersehbar, grenzenlos,
Ist Deiner Wunder Menge:
Ein hoher Inhalt, allzugroßFür irdische Gesänge.
Wo kann ich hinschau'n, wo sich mirNicht Unermeßlichkeitcn, Entschleiern, wo nicht, Gott, von DirErtönen alle Zeiten!
Ich kann, mein Gott, wie groß Du bist,Errathen mehr, als wissen;
Der Glanz, in den ich schaue, istFür mich, gleich Finstcvnissen.
Ich ahne, Herr, nur Deine MachtIm Stern, wie in der Blume;
Doch trennt mich des Verstandes NachtVon Deinem Heiligtbume,
^Zch will reden von Deiner herrlichen, schönenPracht und von Deinen Wundern! So sang David,der königliche Sänger Gottes. Und wo ist der Christ, welchernicht gern und freundlich beim Anschauen der täglich schöner aus-blühenden Natur von dergleichen Empfindungen belebt würde?Wo ist ein Tempel des Höchsten, der festlicher geschmückt wärezu seiner Verehrung, als der Tempel der Natur, dessen Gewölbeder strahlende Himmel, dessen Teppich die weite, grünende, mitBlüthen überstreute Landschaft ist?
Nur hier empfange ich eine erhabenere Vorstellung von derGröße des Ewigen, die mir so der beredteste Mund eines Sterb-