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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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' Das Gleiche. Es dreht und schließt sich Alles in einem unendlichenRinge zusammen. Wer da sagt, es stirbt, sagt, es wird geboren.Die Schöpfung, uralt, ist jeden Tag in sich selbst verjüngt, neu;Heden Augenblick in sich selbst vor Alter vergehend und jugendlichLmfblühend. Wie wunderbar und unbegreiflich!

Und doch noch nicht das Wunderbarste! Gott hat eineFülle lebendiger Kräfte durch das ewige Weltenreich aus-gegossen. Die Kräfte paaren und trennen sich, bekleiden sichzur Sichtbarwerdung, und werfen das Kleid wieder ab, um inneue Verbindungen zu treten. Da ist unauflösliches Regen undBewegen. Wie Athem und Blut in Menschen und Thicrcn, soder Saft in Eichen, Palmen und niedrigen Moosen; so dasStrömen der Quellen und Bäche von den Berggipfeln zu Flüssenund Meeren; so von Meeren und Seen durch unterirdischeGänge wieder hinaufgedrückt zu den Gipfeln der Berge; so'verdampfende Weltmeere, die sich in Wolken des Himmels'Verwandeln, von wo sie tröpfelnd als Regen zu den Ländernider Menschen fruchtbar zurückkehren Alles der ewige Kreis-lauf! Und wie auf Erden, so der Wille und das Gesetz deSHöchsten Wesens in den Himmeln.

Im weiten Ringe fliegt der Mond um unfern Erdball,-unsere Nächte zu beleuchten, und für seine Nächte Licht zurmpfangen von dem Erdball. Die Erde fliegt, gleich mehrernandern Weltkörpern, um die Sonne. Auch die Sonne steht nichtstill; sie fliegt, vielleicht mit andern Sonnen, die wieder andereErden zu begleiten haben, um eine größere Sonne, die wirvielleicht unter den Tausenden von Sternen zwar sehen, welcheallnächtlich über uns aus unaussprechbaren Fernen leuchten, aberdoch nicht mit Sicherheit dafür erkennen mögen. Und dieseMittelsonne aller sich um sie bewegenden Sonnen fliegt wiederm unendlich größcrm Ringe, mit ihrem ganzen strahlendenWcltenhcer, um noch ein entlegeneres Urlicht, von dein unseraufs Schärfste bewaffnetes Auge nur keine Spur entdecken mag Alles weiter und weiter im ewigen Kreisläufe.

Ich schwindle, ich schaudere! Es ist Entzücken, es istEntsetzen, das mich überwältigt uvttr diesen hohen Betrach-