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bar zusammenstimmend, daß sie einander nie widerstreiten,sondern gegenseitig zur Aufrechthaltung und Fortdauer desGanzen wirken. Sie sind an sich nie sündlich unv unrein; dennwie könnte etwas aus der Schöpferhand des Allerheiligsten her-vorgehen, das nicht heilig und rein wäre? Auch wird Niemandsagen, ein Thier sündige mit seinen Trieben und Handlungen.Und wäre der Mensch nichts anderes, als ein Thier: so könnteer nicht sündigen.
Aber der Mensch ist ein Geist. Auch als Geist hat erseine Gesetze empfangen. Dieses Gesetz des Geistes ist höhererArt; es stammt von Gott; und auch Gott ist ein Geist.—
Der menschliche Geist an sich, wie Gott der Herr ihn insLeben rief, ist rein und ohne Sünde. Er kann, wäre er vomKörper frei, keinen andern Willen haben, als einen reinen,heiligen Willen. Nur erst durch die Wirkungen sinnlicher Be-gierden, die gegen ihn streiten, denen er unterliegt, wird seinenatürliche Unschuld befleckt.
Der Wille des Geistes ist das, was Gott will. Und denWillen Gottes hat uns unser Erlöser von der Sünde, JesusChristus, geoffenbaret. Darum sprach derselbe: Wer in mir ist,der bleibt in Gott. Wer von Gott ist, der hört Gottes Wort.
Wenn aber alle Einrichtungen Gottes in der Natur sowunderbar übereinstimmend sind, daß sie einander nie wider-streiten; wenn sie niemals sündlich, sondern an sich selberimmerdar gut und heilig sind: woher iftdenn die Sündein die Welt gekommen? woher der verderbliche Kampfzwischen dem Gesetz des Fleisches mnd des Geistes?
Ursprünglich hat einst ein Menschengeschlecht im Anbeginnder Tage gelebt — nicht nur die heilige Schrift redet uns davon,sondern auch die ältesten Sagen der ältesten Völker, die nichtsvon Moses Büchern wußten, deuten auf eine solche Zeit zu-rück —, da war der Mensch in reinster Unschuld; da warenseine sinnlichen Triebe, die Empfindungen seiner Seele nochin keinem Widerspruch mit dem heiligen Willen seines Geistes.Der Mensch war noch einiger mit Gott und der Natur. Dannerfolgte der traurige Abfall.