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DIi e Naturen im Mensche n.
Vierte Betrachtung.
Gal. 5/ 1. t6. 17.
Schlagt in Fesseln meine Glieder!
Aber frei bleibt doch mein Geist;
Prüft ihn/ Thoren/ er zerreißt' . Mächtig alle Banden nieder:
Ihm wird aller Zwang zum Spott.
Meine Freiheit ist von Gott.
O/ wie fühl' ich mich erhaben/
Herr/ wie hast Du mich geehrt!
Meines Geistes hoher WerthIst die schönste Deiner Gaben;
Frei ringsum in der NaturIst der Geist des Menschen nur.
Menschenwürde/ Menschenwürde!
Ja/ du sollst mir heilig sein.
Leichter wird/ gedenk' ich dein/
Mir des Erdcnlcbcns Bürde.
Unter Druck/ Verfolgung/ SchmerzSeh' ich freudig himmelwärts.
Stärke / Gott/ mich in dem Streben/
Meines Geistes freie KraftUcber wilde LeidenschaftImmer göttlich zu erheben.
Dadurch wird mein Heil besteh'N/
Mag die Welt auch untergch'n.
"Ulles, was die weise Allmacht des Schöpfers ins Dasein be-rufen hat, bewegt sich darin nach ewigen Gesetzen; und nichtsM?m die Gesetze brechen, denn sie stammen von der Allmacht.Mach diesen ewigen Ordnungen wandeln die Gestirne, ver-Ävsttcrt der Stein, erzeugt sich das Metall; wächst, blüht undzvelkt die Pflanze; steigt der Vogel in die Lüfte; kriecht derWurm am Boden; spielt der Fisch in den Gewässern.
Auch im Menschen und in seinen verschiedenen NaturenGeraschen diese Ordnungen. Nach unwandelbaren Einrichtungenentsteht, ernährt sich und vergeht der Körper. Nach unwandel-baren Einrichtungen empfindet, begehrt und handelt, im Thier«ste im Menschen, die Seele. Diese Einrichtungen sind so wunder-