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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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ihren Gefühlen und Fähigkeiten so veredelt wird, wie dieLZMhlc und Fähigkeiten eines Thieres es nie werden können.Das Thier kann Trieb zur Reinlichkeit, zur Ordnung haben;arbernur die Seele des Menschen hat Sinn für äußere Schön-heit; lebt mit Entzücken im Anschauen reizender Gestalten-ader in den zauberischen Klängen der Musik, aus welchen sieNee Sprache ihrer tiefsten, zartesten Gefühle geschaffen hat.Das Thier kann den Trieb haben, sich andern furchtbar zus«achen durch überlegene Macht und Stärke; aber der mensch-liche Geist veredelt diesen Trieb zum Streben nach Ehre undWrr hm aus vielseitigem Wirken und Herrschen. Das Thier?MN geizig nnd gierig seinen Raub bewachen, den cs erworbenhat; aber der menschliche Geist veredelt diese rohe Freude amBesitz in ein Trachten nach Vermehrung des Eigenthums, weilDurch die Vervielfältigung seiner Hilfsmittel und ErweiterungLeines Wirkungskreises auch die Möglichkeit vergrößert wird, nocherhabenere Pflichten zum Glück der Mitmenschen zu erfüllen.

So ist der Mensch durch die Kraft und Hoheit feines GeistesMbft als Pflanze und Thier weil vortrefflicher und vollkommener,-M andere Pflanzen und Thiere. Daher übertrifft die List des'Menschen und seine Klughcir alle List und Klugheit der übrigenTHicre, und vermöge seines ausgedehntern Gedächtnisses, folglich-Mich seiner reichern Erfahrungen und eines geschärftem Verstandes,Echt er die Schnelligkeit, die Stärke, die schärfern Sinnen-ZVerkzeuge, die furchtbaren, natürlichen Waffen mancher Thiere,Hie ihn in einzelnen Gaben oft weit übertreffcn, unnütz.

Aber wie verachtungswürdig würde der erhabene, Gott-entstammte, zur Ewigkeit und Vollendung auserkorne MenschLei», wenn er in der Welt auch nichts mehr, als bloß ein ver-edeltes Thier wäre! wenn er, um das listigste, gewal-kWe, mächtigste, erfahrenste, schwelgerischste Thier zu sein,des hohem Beruf in sich vergäße; versäumte, ein vom Irdischenamd dem Wohl und Weh seiner Gefühle unabhängiges Wesenfein, dem Pflicht unv Recht über Hab und Gut, dem Heilig-Ocrt der Gesinnungen über äußere Schönheit, dem Wahrheit undLHsttähnlichkeit über allen menschlichen Ruhm und Beifall geherr