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6 (1837) Gott in der Natur
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11 .

Die Naturen im Menschen-.

Dritte Betrachtung.

Matth. 26, 4 i.

Wie wichtig ist's, ein Mensch zu sein!

Ich bin es, Herr, durch Dich allein.

Du gabst mir hohe Kräfte.

Du bist'S auch, der Gelegenheit,

Sie fortzubildcn, mir verleiht,

Und Segen zum Geschäfte.

Wenn schnell mein Geist und ohne Müh'

Die Wahrheit faßt, o dann will nieIch Glücklicher vergessen:

Du schufst den Geist, Du stärkst die Kraft,

Und wirst am Tag der RechenschaftNach meiner Kraft mich messen.

Wer viel empfing, soll edle Saat,

So viel er kann, auf seinem PfadWeit um steh her ausstreucn.

Wer sicher schlummert, kärglich't.

Der wird, erwacht er einst zu spät,

Sich keiner Aernte freuen.

Viel oder wenig sei mein Thcil,

Ich will durch Trägheit nie mein Heil,

Mein Ewiges, verscherzen.

Wer treu benutzt, was du ihm gibst.

Der ist es, Vater, den Du liebst,

Der trägt Dich, Gott, im Herzen.

Auch das klügste aller Thiere geht im dumpfen Hinstnnen dahü^geleitet von dunkeln Trieben, beherrscht von Begierden nach Lufff.und Abscheu vor Schmerz, umringt von verworrenen BilderWder Erfahrung. Seine besten Verdienste sind stumme, nützr-liche Gewohnheiten. Seine Treue und Liebe verdient eigentlich-nicht diese erhabenen Benennungen von Tugenden, die ih»Wfremd sind. Es ist nur Instinkt und Gewalt der Gewohnheit^,was ihm den reizenden Schein der Tugendhaftigkeit verleiht^nicht Ueberzeugung von Pflicht und Recht, nicht Hochachtungfür das Gute und Edle an sich selbst. Alle Verständigkeit^ cillcList, alle Kunst, welche wir oft an Thicrcn bewundern, sei es

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