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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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de^ Kindes sind nur ein pflanzenartiges Dasein. Es athmct,zieht Nahrung an sich, wächst und nimmt zu. Schon hat sichim Verborgenen sein Leib mit allen Gliedmaßen gebildet. Diegröbern, festen: Theile des Leibes, selche fast ganz aus Kaükbestehen, sind die Knochen. Diese sind gleichsam die Trägerund Halter einer feinen: Masse, die aus Fasern, Geweben,Schläuchen, Gefäßen und flüchtigen Theilcn, Saft und Blutzusammengesetzt ist, und Fleisch genannt wird. Das Fleisch istabermals Haller und Träger noch feinerer Theilchen, die von denfesten Knochen durch das Fleisch hinweg nach allen Richtungengegen die Außenseite zu schweben, uns Nerven heißen. DieseNerven sind wahrscheinlich wieder Halter und Träger eines nochfeinen:, den Sinnen unsichtbaren WesenZ, nämlich der Seele.Denn durch die Nerven nehmen wir Alles, was außer uns be-findlich ist, wahr, und empfangen alle schmerzlichen und an-genehmen Eindrücke. Also schwebt immerdar das Feinere undEdlere über dem Gröbern; so die Seele über dem Staub, mitdem sie doch auf diese Weise wundervoll verknüpft ist.

Die göttlichen Ordnungen im Pflanzenleben sind unantastbar.Sie bleiben dieselben. Der menschliche Geist ist gezwungen, siezu ehren. Die geringste Aendcrung daran, der geringste Streitwider sie, verursacht eine Krankheit und Zerstörung des ganzenKörpers. Verstümmele eine Pflanze, so wird sie krüppcihaft;entziehe ihr die Gelegenheit, Nahrungsstoffe an sich zu ziehen,sie wird bleichen, welken, sterben. Eben so verhält es sich mitdem Körper der Thiere, mit dem Leibe des Menschen, welchereigentlich nichts anderes, als das Werkzeug des unsterblichenGeistes ist, vermöge dessen er sich der Welt mittheilt, und wiederdie Welt mit seinem Ich verbinden kann. Eine Störung in denGesetzen des pflanzenhaften Lebens wird hier zur Krankheit,zum Verderben des Ganzen. Zerstörest du aber das Werkzeug,das Mittel, wodurch der Geist sich die Außendinge zueignet, dieBrücke gleichsam, auf welcher er aus dem Geisterfelde in dieirdische Natur, und durch diese wieder in Verbindung mit andernGeistern geht: so ist der Geist für diese Erdenwelt verloren; sokann sich Niemand mehr ihm mittheilen, und er sich nicht ändern.