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Der menschliche Leib besteht zuallererst aus vollkommenirdischen, groben Stoffen. Diese Stoffe wachsen ihm zu, theilsaus der Nahrung, welche er genießt, theils aus der Lust, welcheer mit der Lunge cinathmet, oder durch die Oberfläche seinerHaut einzieht. Die Luft ist der große, unerschöpfliche Behältervon allen denjenigen feinen Stoffen, aus welchen Steine,Pflanzen und Thierc entstehen. Wir wissen, daß sich in feurigenLusterschcinungen nicht selten Steine bilden, die vom Himmelherabfallen. Eben so wissen wir, daß verschiedene Zwiebel-gewächse frei in der Luft hängen können, und, vermöge derNahrung, welche sie cinsaugen, dennoch grünen und wachsen.Das Wasser selbst, die Hauptnahrung der meisten Kräuter undGewächse, ist nur eine sehr verdickte Luft. Durch Wärme ver-dunstet, wird es wieder zu Luft. Als Regen, Thau und feuchterNebel sinkt cs wieder vom Himmel zur Erde nieder.
Wie der Körper der Pflanzen und Thicre, wird auch dermenschliche Leib wieder Erde. Darum wird er mit Rechtirdisch geheißen, und Alles, was an ihm irdisch ist, dassteht unter den Gesetzen des Irdischen. Er ist schwer, erist durchdringlich, er ist zerstörbar, wie jeder andere Körper.Gegen diese Gesetze, welchen die Theile des menschlichen Körpersso gut unterworfen sind, als der allerschlcchteste Stein, vermagder menschliche Geist durchaus nichts. Er muß sie ehren, undder Gewalt derselben kann er seinen Körper nicht entziehen.Die Gesetze der Natur sind Gottes Anordnungen in der Welt-schöpfung, wodurch Alles in Regsamkeit, Leben und Gleich-gewicht erhallen wird. Ein Körper durchdringt den andern,vermischt sich mit ihm und bildet etwas Neues. Daher dieMannigfaltigkeit in dem todten Reiche der Natur.
Aber durch dies tobte Reich hat der allmächtige Herr desLebens das Leben verbreitet, eine wunderbare Kraft. Diesedringt in den Staub; verbindet von irdischen Stoffen das mitsich, was ihr entspricht und bildet daraus neue Gestalten, dievorher nicht waren. So entstehen die Gestalten der Pflanzenund Thiere. So lange ihnen das Leben beiwohnt, wachsen sie,vermehren sie sich, pflanzen sie sich forll Aber jedes in seiner