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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
79
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uns durch Vergehungen und Thorheiten zuziehen, sind dasFeuer, welches verwundet, aber auch von allem Unedeln läutertund reinigt.

Vielleicht ist es die Bestimmung jener weitreisenden Jrr-sterne, den Alles belebenden Lichtstoff und manche andere un-bekannte, wohlthätige Kräfte im Weltgebäude zu vertheilcn oderzu erwecken, weit von der Sonne entfernten Erden neue Licht-macht zuzuführen. Vielleicht war selbst die Fruchtbarkeit, dieanhaltende Wärme, der beständig heitere Himmel verflossenerSommer eine Wirkung jener entfernten Sterne, ein Tropfenihrer Kraft, der zu unserer Erde niedersank.

Aber wie könnte ich die Geheimnisse Deiner Allmacht,die Wunder Deiner Weisheit enträthseln, v Du Allmächtiger,o Du Allweiser!> Nur schweigend und ehrfurchtvoll kann ichvom Staub empor zu Dir beten und Deine Herrlichkeit undGröße preisen. Nur fühlen kann ich die Seligkeit, die einzige,welche ich auf Erden schon habe, daß ich Dich, den zahlloseWelten in den unendlichen Höhen, in den unerforschlichen Tiefendes Alls schaudernd ehren, daß ich Dich, den die Seraphimschweigend umringen, Vater, meinen Vater nennen darf.

O Allererhabenster, Du Schöpfer auch des Niedrigsten, Dubist auch mein Schöpfer, mein Gott, mein Vater! O Du,Lessen Größe und Wesen mein Verstand nicht fassen, nicht ahnenkann, dessen Wink Millionen Welten ihre unabänderlichen, strenggeordneten Bahnen gab, dessen Allmachthand die ganze Un-endlichkeit der Dinge trägt Du hast auch für mich Liebe;denn auch ich bin in Deinem Reiche da; und ich bin, weil Dumich wolltest. Ich kann ja nicht verloren gehen, ich kann janicht unglücklich werden: denn Du bist, Herr, mein Gott,mein Schöpfer, mein Vater!