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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
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Diese Jrrsterne sind uns ihrer Natur nach sehr unbekannt;doch scheinen sie auch ihr Licht von andern Sonnen zu erborgen.Man sah im Jahr 1744 einen Kometen, der nur zur Hälfteerleuchtet ward, wie der Mond in seinen Vierteln; andere, dieviel hellglänzender wurden, wenn sie aus der Nähe der Sonnezurückkamen, und sich wieder von ihr entfernten.

Auch in Rücksicht ihrer Größe findet unter diesen Gestirneneine eben so große Mannigfaltigkeit statt, wie in allen Werkendes Schöpfers. Einige sind so klein, daß sie, obwohl sie unsererErde ziemlich nahe stehen, dennoch mit bloßen Augen kaum, oftgar nicht gesehen werden können. Andere hingegen schimmernin der Pracht eines Mondes. Einige sind von einem glänzendenDunst kreisförmig, wie von einem Wäldchen, umschwebt; anderestrecken einen flammenden Schweif über die Hälfte des ganzenHimmelsgewölbes aus.

Woraus der wunderbare Lichtschweif der Kometen bestehenmöge, ist uns unerforschlich. Aber dünner ist er, als die dünnsteErdenluft; denn er bleibt ungeachtet seiner außerordentlichenGröße durchsichtig und klar, daß man entfernte Sterne darinhervorschimmern sah. Vielleicht ist er aus einem Theil jeneswunderbaren, im ganzen Weltall verbreiteten Lichtstvffes ge-bildet, der die Sonne wie ein glänzendes Gewölk umschwimmt,oder über den nie besuchten Außcnenden des Erdballs, Polegeheißen, zuweilen unter dem Namen Nordlicht funkelt.

Es ist aber nie eine Zornruthc Gottes der Allliebendezürnet seinen Welten nicht, die er aus dem Nichts hervorriefzur Beseligung. Er zürnet seinen Welten nicht, denn im Aller-heiligsten findet die Leidenschaft unedler menschlicher Herzen nichtstatt; und selbst wo die heilige Schrift eines göttlichen Zornesgedenket, gebraucht sie dies Bild nur für Völker, die noch inunwissender Kindlichkeit lebten, und sich das erhabenste Wesennoch unter einem menschlichen Bilde vorzustellen gewohnt waren.Die höchste Liebe zürnt nicht der Mensch ist's, der sich selberzürnt. Die allerhöchste Liebe rächet nicht: des Menschen Sündeist's, die sich an ihm selbst rächet, damit er sie verachten unddem Vollkommenen nachstreben lerne. Die Leiden, welche wir