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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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Pflege ihres Leibes, zum Kitzel ihres Gaumens, zur Unter-haltung ihrer leidenschaftlichen Spielereien gehört. Was wollensie von der Gottheit, da sic nicht darauf achten wollen, wenn siezu ihnen spricht? Welche Offenbarungen fordern sie, wenn sieunbekümmert an den herrlichsten vorübergchen, und das Weltall,und die Unendlichkeit, und die Allmacht ihnen zur Nebensachewird bei ihrem Broderwerb für den Augenblick, bei ihren Spiel-tischen und Trinkgelagen, bei ihren Lustbarkeiten und Gast-mählern? Wohl eilen sie hinein in die engen, dumpfenMauern ihrer von Menschenhänden gebauten Kirchen, undglauben da mit Gebeten ihrem Gott ein Genüge zu thun aberin der großen Kirche der Schöpfung, deren Teppich der weite,blühende Erdball, deren Altäre die Gebirge, deren Höhen dasFirmament voll flammender Welten sind, erhebt nichts ihr Gcmüth. Dies ist die Folge der mangelhaften Erziehung des Geistesin unfern Kindern. Diese Beklagenswürdigen werden mit vielerKunst zu sinnreichen Thiercn gebildet, welche sich mit der Zeitdurch allerlei erlernte Uebungen ihre Nahrung verschaffen können;sie werden zu friedfertigen Einwohnern eines engen, kleinenSchutthügels, Stadt oder Dorf geheißen, erzogen, aber nichtals Geister zu Genossen des großen Reichs der Geister, dem sieursprünglich angehören; nicht als Bürger und Einsassen desWeltalls, in welchem sie Glieder sind, nicht als Söhne undTöchter des Ewigen, der in seiner Majestät sie umschwebt, undder der Vater unser Aller ist. Daher der trübe Quell so vielerGemeinheit, Schlechtigkeit und Selbstsucht der Gemüthcr! Da-her die Quelle so vielen Uebels im menschlichen Leben, worüberman sich beklagt, oft frech genug die göttliche Wclteinrichtungselbst anklagt, inzwischen Niemand als der zum Schlamm undStaub des kurzen Erdenlebens niedergedrückte Mensch selbstdaran schuldig ist. Daher das Unvermögen des früh verdorbenen,verwahrloseten Geistes so vieler Tausende, sich über sich selbstund das Irdische zu erheben, und in den ewigen Gütern, inTugend, Wahrheit, Gerechtigkeit und Selbstbildung das höchsteGut zu suchen.